"Nicht bunt, nur grün": Die Linken stellen sich für die BVV-Wahl auf

Knut Mildner-Spindler (Mitte), zusammen mit dem Linken Landesvorsitzenden Klaus Lederer (rechts) und Bezirkschef Pascal Meiser. (Foto: Thomas Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. Fast zeitgleich mit den Grünen traf sich am 9. April im IG Metall-Haus an der Alten Jakobstraße auch die Linkspartei ihm Bezirk, um ihre Kandidaten für die Wahl zum Bezirksparlament in Friedrichshain-Kreuzberg zu nominieren.

Ihr Spitzenkandidat ist erneut Knut Mildner-Spindler. Der amtierende Stadtrat für Soziales, Beschäftigung und Bürgerdienste erhielt 30 von 37 abgegebenen Stimmen. Drei Delegierte stimmten gegen ihn, vier enthielten sich.

In seiner Bewerbungsrede hatte Mildner-Spindler besonders an den Grünen Maß genommen. Die hätten es vor allem seit dem Amtsantritt von Bürgermeisterin Monika Herrmann nicht mehr geschafft, mit ihrem klaren Wahlergebnis von 2011 in Demut umzugehen, meint er. Stattdessen gebe es "notorische Besserwisserei" und "krankhafte Streitlust". Ein Agieren, das Friedrichshain-Kreuzberg auch landespolitisch in die Isolation geführt habe und das, ebenso wie manche Kommentare über Twitter und Facebook, "manchmal zum Fremdschämen" gewesen sei.

Zitterpartie vermeiden

Der Bezirk sei deshalb auch nicht bunt, sondern vor allem grün gelabelt, fand der Spitzenkandidat. Für die Linken müsse es darum gehen, die Interessen der Menschen im Blick zu behalten, besonders derjenigen, die auf Hilfe angewiesen seien. Das war sozusagen der rote Anstrich in dieser Farbenlehre.

Katja Jösting wurde auf Platz zwei der BVV-Liste gewählt. Dahinter folgen Regine Sommer-Wetter, der Fraktionsvorsitzende Reza Amiri und Jiyan Durgun. Sie ist der einzige Neuling auf den vorderen Plätzen, alle anderen gehören dem Bezirksparlament bereits bisher an. Das gilt auch für Oliver Nöll, Claudia Richter und Lothar Jösting-Schüßler auf den Positionen sechs bis acht.

Bei der Wahl 2011 hatten die Linken im Bezirk 12,5 Prozent erreicht und sich nur knapp einen Posten im Bezirksamt gesichert. Eine solche Zitterpartie wolle er dieses Mal nicht mehr erleben, gab Knut Mildner-Spindler zumindest eine Art von Wahlziel aus. tf
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Marianne Ungeduld aus Kreuzberg | 11.04.2016 | 22:50  
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