Per Telefon geht es schneller: Terminvergabe in den Bürgerämtern

Solche Schlangen vor den Bürgerämtern sollen in Friedrichshain-Kreuzberg der Vergangenheit angehören. Schon deshalb, weil auch hier inzwischen alle Sprechstunden telefonisch oder im Internet vergeben werden. (Foto: Thomas Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. Wer online einen Termin in den Bürgerämtern im Bezirk buchen möchte, muss aktuell einen Vorlauf von etwa sechs Wochen einkalkulieren.

Zumindest gilt das für die beiden Standorte in den Rathäusern Friedrichshain, Frankfurter Allee 35/37 und Kreuzberg, Yorckstraße 4-11. Dort waren, Stand 25. Januar, die nächsten freien Tage für einen Besuch der 6., beziehungsweise 7. März. Früher, nämlich ab 3. Februar, ging das im Ausbildungsbürgeramt in der Schlesischen Straße 27.

Schneller als über das Internet bekommen die Kunden einen Termin, wenn sie sich telefonisch anmelden. Das sagt zumindest der zuständige Stadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke). Über die Behördenhotline 115 gebe es derzeit einen Vorlauf von zwei Wochen, erklärte er auf eine entsprechende Anfrage der FDP-Bezirksverordneten Marlene Heihsel. Darüber hinaus würden jeden Tag ab Sprechstundenbeginn zusätzliche Spontantermine für den gleichen und den nächsten Tag freigegeben. Sie könnten sowohl per Telefon, als auch im Netz abgerufen werden.

Der Hintergrund für die Ausführungen des Stadtrats war der Hinweis, dass es in Friedrichshain-Kreuzberg noch immer am längsten dauere, bis jemand im Bürgeramt vorstellig werden könnte. Zumindest bei Online-Anmeldungen. Mildner-Spindler begründet das mit der großen Nachfrage. "Friedrichshain-Kreuzberg ist beliebt bei der Terminvereinbarung, insbesondere über den Vertriebsweg Internet." Zudem hätten Bezirke wie Mitte oder Charlottenburg-Wilmersdorf eine Vielzahl neuer Mitarbeiter wegen ihrer "Flüchtlingsbürgerämter" einstellen können. Sie seien aber allein mit dem Bearbeiten von Anliegen der Geflüchteten nicht ausgelastet.

Friedrichshain-Kreuzberg erhielt fünf neue Stellen für seine Bürgerämter. Alle seien inzwischen besetzt und vier Kollegen bereits eingearbeitet.

Spontane Besuche in einer der Dienststellen sind seit vergangenen November nicht mehr möglich. Parallel dazu wurden allerdings die Terminkapazitäten erhöht. Übrigens: Mehr als ein Viertel aller Personen, die 2016 einen Termin gebucht haben, haben ihn, nach Angaben des Stadtrats, dann nicht wahrgenommen. tf
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