Runder Tisch beschäftigt sich mit der Sicherheit rund um das RAW-Areal

Die Grünfläche zwischen Warschauer Brücke und Revaler Straße macht derzeit einen wenig einladenden Eindruck. (Foto: Thomas Frey)

Friedrichshain. Nach den Gewalttaten auf und im Umfeld des RAW-Geländes sind dort verschiedene Aktivitäten in Gang gekommen.

Etwa durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die Straßenlaternen entlang der Revaler Straße austauschte. Was darüber hinaus passieren muss, war Thema eines Runden Tischs, zu dem der SPD-Abgeordnete Sven Heinemann jetzt eingeladen hatte. Mit dabei waren Eigentümer und Nutzer des Areals sowie Vertreter der Polizei, der Stadtreinigung, von Senat und Bezirk.

Auch bei diesem Treffen spielte die Beleuchtung eine wichtige Rolle. Innerhalb der nächsten vier Wochen werde es auch auf ihrem Grundstück weitere Laternen geben, sicherten die RAW-Besitzer zu. Dazu werde die Videoüberwachung ausgebaut.

In diesem Zusammenhang gab es Kritik am Bezirk. Der, namentlich das Grünflächenamt, lehne es bisher ab, auf der Grünfläche zwischen Warschauer Brücke und Revaler Straße weitere Lampen zuzulassen, so der Vorwurf. Den hatte Sven Heinemann bereits im Vorfeld erhoben und sich dabei auf Aussagen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung bezogen. Der Bezirk wurde aufgefordert, diese Entscheidung schnellstmöglichst zurückzunehmen.

Dort wurde der Vorwurf einigermaßen irritiert aufgenommen. „Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt ist mir nicht bekannt, dass sich irgendjemand in dieser Richtung geäußert haben soll“, sagt Axel Koller, Leiter der Abteilung Tiefbau und Landschaftsplanung. Nach seiner Meinung hätte der Senat ohnehin die Möglichkeit, die Straßenleuchten in diesem Bereich zu ergänzen.

Neben dem etwas bizarren Laternenstreit beschäftigte sich die Runde auch noch mit anderen Themen. Geplant ist zum Beispiel eine häufigere Reinigung in der Revaler und Libauer Straße. Auch über ein nächtliches Säubern mancher Gebiete wurde nachgedacht. Größere Müllbehälter sollen aufgestellt werden und es gab die Forderung, den Streifen zwischen Gehweg und Mauer entlang der Revaler Straße zu bepflastern. Er dient auch als Drogenversteck.

Ähnlich wie im Görlitzer Park sollen hier künftig Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamts gemeinsam auf Streife gehen. Alle Beteiligten appellierten darüber hinaus an die Polizei, ihre in den vergangenen Wochen verstärkte Präsenz nicht wieder zurückzufahren. Auch die Zusammenarbeit zwischen deren Einsatzkräften und den Wachschützern auf dem RAW-Areal müsse noch enger werden. tf
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