Termin in einem Monat: Zur Lage in den Bürgerämtern

Im Bürgeramt 2 an der Schlesischen Straße arbeiten vor allem Auszubildende. Kunden können an diesem Standort mit etwas Glück relativ schnell ein Termin bekommen. (Foto: Thomas Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. In den Berliner Bürgerämtern habe sich die Situation einigermaßen entspannt. Diese Nachricht gab es zu Jahresbeginn. Das gilt auch für Friedrichshain-Kreuzberg.

Allerdings beträgt der Vorlauf für den nächsten freien Termin hier in der Regel noch immer gut einen Monat. Zumindest ergibt sich das aus der Online-Abfrage von Anfang Januar. Zu diesem Zeitpunkt konnte im Bürgeramt 1 im Rathaus Kreuzberg frühestens am 13. Februar ein Besuch gebucht werden. Im Bürgeramt 3 im Rathaus Friedrichshain war das sogar erst einen Tag später, am 14. Februar, möglich.

Etwas anders sah es dagegen im Ausbildungsbürgeramt in der Schlesischen Straße 27 aus. Dort gab es für den 13. Januar noch freie Kapazitäten. An diesem Standort gibt es im Gegensatz zu den beiden anderen Ämtern nur einen kurzfristigen Anmeldevorlauf von gut einer Woche.

Innerhalb weniger Tage oder sogar ganz spontan einen Termin zu bekommen, wie zuletzt in einigen Bezirken passiert, klappt in den Friedrichshain-Kreuzberger Bürgerämtern also noch immer eher nicht. Gleichzeitig gehören aber auch Wartezeiten von mehreren Monaten, zumindest aktuell, ebenfalls der Vergangenheit an.

Schon Ende vergangenen Jahres erklärte der zuständige Stadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke), dass solche Probleme inzwischen behoben seien. Möglich geworden wäre das durch zusätzlich bewilligte Mitarbeiter sowie Umstrukturierungen.

Das Chaos in den Bürgerämtern zu beenden, ist auch ein erklärtes Ziel der neuen rot-rot-grünen Senatskoalition. Ob die derzeit entspanntere Lage dafür bereits das erste Anzeichen ist, muss aber abgewartet werden. tf
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