76 Prozent stimmen für ein freies Tempelhofer Feld

Friedrichshain-Kreuzberg. Die Pläne des Senats für eine Randbebauung des Flughafengeländes in Tempelhof sind beim Volksentscheid am 25. Mai klar abgelehnt worden. Am deutlichsten in Friedrichshain-Kreuzberg. Dort votierten 76 Prozent für die Forderung der Initiative "100 Prozent Tempelhofer Feld", die ein Aus für alle Neubauvorhaben verlangte.

In ganz Berlin betrug die Zustimmung 64,3 Prozent. Auch die Beteiligung an der Abstimmung war im Bezirk mit 54,5 Prozent am höchstens (Berlin: 46,4 Prozent). Damit wurde auch das vorgeschriebene Quorum - mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten mussten sich hinter den Antrag stellen - klar erreicht. Demgegenüber fand der von der Senatskoalition vorgelegte Vorschlag die wenigste Unterstützung. Nur 27,1 Prozent kreuzten hier ein Ja an.

Dass es in Friedrichshain-Kreuzberg eine Mehrheit gegen jegliche Bebauung geben würde, war bereits im Vorfeld erwartet worden. Allerdings nicht unbedingt in dieser Größenordnung.

Auch bei der parallel stattgefundenen Europawahl wich das Ergebnis wie meist von den Berliner und erst recht den bundesweiten Resultaten ab. Klar stärkste Kraft wurden hier erneut mit 33,9 Prozent die Grünen. Sie verloren allerdings gegenüber der Europawahl 2009 mehr als neun Prozent. Die Linkspartei kam auf 22 Prozent, vier Prozent mehr als vor fünf Jahren. 18,4 und damit plus 3,6 Prozent verbuchte die SPD. Die CDU verlor dagegen 1,3 Punkte und erreichte lediglich 7,7 Prozent. 5,1 Prozent gab es für die Piraten, 3,4 für die AfD und 1,6 für die FDP.

In Berlin wurde die SPD mit 24 Prozent stärkste Partei bei der Europawahl. Auf die CDU entfielen 20, Grüne 19,1, Linke 16,2, Piraten 3,2 und AfD 7,9 Prozent.


Thomas Frey / tf
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