Ärger über Graffiti an der Knorrpromenade

Friedrichshain. Im vergangenen Herbst wurde das Eingangsportal an der Südseite der Knorrpromenade restauriert. Immerhin mehr als ein halbes Jahr hat es gedauert, ehe sich dort der erste Schmierfink vergriff.

Wahrscheinlich in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai ist das aber passiert. Ein oder mehrere Unbekannte schmierten ein Graffiti-Tag an das Tor.

Was vor allem Karsten Frank mächtig aufregt. Er ist Sprecher des Vereins Knorrpromenade und hat lange für die Sanierung des historischen Bauwerks gekämpft. Natürlich habe man mit so einem Übergriff irgendwann einmal rechnen müssen, gibt er zu. "Trotzdem ist es ärgerlich. Und vor allem muss der Schandfleck schnell wieder verschwinden. Schon allein, um nicht weitere Nachahmer anzulocken."

Am liebsten hätte ihn Frank postwendend selbst abgeschrubbt. Aber davon wurde er abgebracht. Das Entfernen könnte nur von einer Spezialfirma bewerkstelligt werden. Damit es keine Schäden an den Steinen gibt.

Den Übergriff hat er auch sofort dem Tiefbauamt gemeldet. Nach Angaben von Leiter Helmut Schulz-Herrmann werde das Portal spätestens Anfang Juni gesäubert. Vorher müsse aber noch der Architekt der Torsanierung kontaktiert werden. Der sei zunächst nicht zu erreichen gewesen.

Etwas verwunderlich ist, dass das Portal im Rahmen der Restaurierung keinen Graffitischutz bekommen hat. Das Fehlen einer solchen Schicht wurde erst jetzt im Zusammenhang mit der Schmiererei bekannt. "Wir hatten diesen Schutz eigentlich vorgesehen", beteuert Schulz-Herrmann. "Keine Ahnung, warum er nicht angebracht wurde."

Damit lassen sich zwar Mal- oder Sprühangriffe nicht verhindern. Aber sie sind leichter zu entfernen.

Karsten Frank überlegt außerdem, ob er eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet. "Sie soll vor allem deutlich machen, dass wir solche Attacken nicht hinnehmen und dass sie Konsequenzen haben."


Thomas Frey / tf
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