An der Lebuser Straße entsteht ein Kinderhospiz

Inka Bause (links) und Berliner Herz-Chefin Christiane Edler mit der sogenannten Zeitkassette, die während des Richtfestes eingesetzt wurde. | Foto: Frey
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Friedrichshain. Es gab Sekt und Würstchen, Musik- und Trommelklänge und durch das Programm führte TV-Moderatorin Inka Bause. Ein netter Nachmittag mit einem ernsten Hintergrund. Auf dem Grundstück Lebuser Straße 15a feierte der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg das Richtfest für sein Kinderhospiz "Berliner Herz". Es soll nach der Einweihung, die für Anfang 2015 geplant ist, zwölf Schwerstkranke und ihre Familien aufnehmen. Sieben Plätze stehen für den teil- und fünf für den vollstationären Aufenthalt zur Verfügung.

Seit 2007 kümmert sich das "Berliner Herz" um Menschen mit lebensbegrenzenden Erkrankungen. Etwa schwere geistige Behinderungen oder unheilbare Leiden. Für viele Angehörigen geht die Pflege oft über ihre Kräfte. Im neuen Hospiz besteht die Möglichkeit, die Patienten auch nur kurzfristig unterzubringen, um etwas Zeit für eigene Termine oder andere Familienmitglieder zu bekommen. Diese Möglichkeit sei bisher in Deutschland einmalig und habe deshalb Modellcharakter, heißt es. Aufgenommen werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 30 Jahre. Neben der Betreuung soll es auch verschiedene Angebote, zum Beispiel Kunst- und Musiktherapie geben.

Ein Großteil der Arbeit im Haus wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet. Die Kosten für das Hospiz betragen rund zwei Millionen Euro. Das Geld kommt vom Träger des Berliner Herz, dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, außerdem gab es Mittel aus der Stiftung Deutsche Klassenlotterie, der Stiftung Deutsches Hilfswerk sowie durch Spenden. Letztere werden natürlich weiter benötigt. Unterstützung leisten auch mehrere Prominente. Zum Beispiel Inka Bause, die die Schirmherrschaft übernommen hat.

Thomas Frey / tf
Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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