Ausstellung über die Pop-Ikone im Gropius-Bau

Coverfoto von David Bowie auf dem Album "Aladdin Sane" aus dem Jahr 1973. (Foto: Brian Duffy, Copyright: Duffy Archive & The David Bowie Archive)

Kreuzberg. Von 1976 bis 1978 lebte der britische Musiker David Bowie in Berlin. Er wohnte in der Schöneberger Hauptstraße, seine Platten nahm er in den Hansa-Studios in der Köthener Straße in Kreuzberg auf. Unter anderem das legendäre Heroes-Album.

Aber nicht nur diese Zeit, sondern das gesamte Leben der inzwischen 67 Jahre alten Pop- und Stil-Ikone können Besucher im Martin-Gropius-Bau, Niederkirchner Straße 7, in diesem Sommer Revue passieren lassen. Vom 20. Mai bis 10. August wird dort die multimediale Retrospektive "David Bowie" der Londoner Victoria- and Albert-Museums gezeigt.

Ausgestellt werden rund 300 Objekte, die meist aus dem David Bowie Archiv stammen. Zu den Exponaten gehören handschriftliche Texte ebenso wie Originalkostüme, Fotos, Filme und Musikvideos, außerdem Bowis eigene Instrumente, Plattencover oder persönliche Sammlerstücke. Sie alle geben Aufschluss über einen außergewöhnlichen Künstler, der nicht nur die Grenzen zwischen verschiedenen Musikstilen, sondern auch zwischen Traum und Realität immer wieder ausgereizt und überwunden hat.

Eine wichtige Etappe waren dabei die Berliner Jahren, die zu David Bowies produktivster Phase gehören. Drei Alben entstanden während dieser Zeit. Alle inspiriert von der Situation der geteilten Stadt in den 1970er Jahren, der Underground-Szene, aber auch ihrer kulturellen Vergangenheit. Die Hansa-Studios befanden sich damals direkt an der Mauer. Von ihrem Dach reichte der Blick über die Einöde des Potsdamer Platzes weit in den Ostteil. Bowie beobachtet ein Liebespaar im Schatten des Betonwalls und verarbeitet das in seinem Song "Heroes". In diese Zeit fällt außerdem sein Auftritt als Schauspieler in der Hauptrolle des Films "Schöner Gigolo, armer Gigolo" aus dem Jahr 1976.

Karten sind ab sofort über die Website: www.davidbowie-berlin.de erhältlich. Dort gibt es auch zahlreiche weitere Informationen. Der Eintritt kostet 14, ermäßigt zehn Euro. Exklusivtickets ohne Zeitlimit gibt es zum Preis von 25 Euro.


Thomas Frey / tf
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