Baupläne für Krankenhaus bestätigt

Friedrichshain. Das Vivantes Klinikum im Friedrichshain wird vergrößert. Herzstück ist ein Neubautrakt am Hauptgebäude einschließlich einer Tiefgarage mit 260 Stellplätzen.

Die Ein- und Ausfahrt in das unterirdische Parkhaus erfolgt über den Ernst-Zinna-Weg. Dagegen formierte sich im Bezirk Kritik. Vor allem Baustadtrat Hans Panhof (Bündnis90/Grüne) konnte dieser Idee wenig abgewinnen und hätte lieber einen Zugang für Besucher und ambulante Patienten über die Virchowstraße gesehen.Auch diese Variante sei geprüft worden, sie hätte aber mehrere Nachteile ergeben, erklärte Gaby Morr von der BSM (Beratungsgesellschaft für Stadtentwicklung und Modernisierung), die im Auftrag von Vivantes die Pläne am 5. Juni im Ausschuss für Stadtplanung vorstellte. Zum einen sei die Lärmbelästigung durch die Fahrzeuge in der Virchowstraße größer als am Ernst-Zinna-Weg. Außerdem wäre von der Virchowstraße wegen anderer Gebäude keine Straßenverbindung zum jetzt geplanten Standort des Parkhauses möglich gewesen. Es hätte dann in der Nähe der Virchowstraße gebaut werden müssen. "Was wiederum bedeutet hätte, dass das Hauptgebäude erst nach einem Fußweg erreicht worden wäre." Bei der Einfahrt über den Zinna-Weg können Patienten dagegen von der Tiefgarage mit dem Fahrstuhl direkt zur Aufnahme fahren.

Dieses Argument überzeugte auch die Verantwortlichen im Bezirk. "Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", erklärte Bürgermeister Dr. Franz Schulz (B 90/Grüne). "Aber gerade in einem Krankenhaus kommt es manchmal auf Sekunden an." Kurze Wege seien deshalb ein wichtiger Gesichtspunkt.

Sein Parteifreund Panhoff ist mit dieser Lösung dagegen weiter nicht glücklich. "Wer sich im Krankenhaus behandeln lassen muss, kann dann danach häufig nicht sofort wieder Auto fahren." Nach seiner Meinung besteht Vivantes vor allem aus ökonomischen Gründen auf die Tiefgarage unter dem Neubau und den bequemen Zugang. Dadurch sollten noch mehr Ambulanzpatienten angelockt werden.

Nach Angaben von Gaby Morr beträgt das gesamte Bauvolumen rund 100 Millionen Euro. Die Bettenzahl im stationären Bereich wird von derzeit 900 auf mehr als 1000 erweitert. Die Bauzeit soll vier Jahre dauern.


Thomas Frey / tf
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