Bezirk hat vier Firmen mit dem Räumen von Schnee beauftragt

Friedrichshain-Kreuzberg. Am 1. Dezember beginnt meteorologisch die Winterzeit. Mit Schnee und Eis muss also verstärkt gerechnet werden. Damit stellt sich jetzt die immer wiederkehrende Frage. Wie funktioniert der Winterdienst?

Erinnert sei hier nur an das Schneechaos 2009/2010. Im vergangenen Winter gab es dagegen relativ wenig Probleme, einfach deshalb, weil kaum Weißes vom Himmel fiel. Wegen des zuletzt milden Winters hat die Neuausrichtung beim Räumdienst im Bezirk bisher auch noch keine wirkliche Bewährungsprobe erlebt. 2011 wurde der Auftrag für die öffentlichen Gebäuden oder Flächen des Bezirks, also Rathäuser, Schulen, Sport- oder Grünanlagen, neu ausgeschrieben.

Statt wie zuvor nur eine Firma, agieren jetzt vier Unternehmen in Sachen Schnee- und Eisbeseitigung. Sie sind für ein, manche auch für zwei Gebiete in Friedrichshain-Kreuzberg zuständig. "Auf diese Weise wollten wir sicherstellen, dass die Arbeit wirklich erledigt wird", sagt Baustadtrat Hans Panhoff (Bündnis90/Grüne). "Und wir sind nicht auf nur einen Betrieb angewiesen." Gebe es Probleme an einer Stelle, könnten eventuell die anderen dort einspringen.

Durch das Aufteilen in kleinere Auftragslose konnte außerdem die Vergabe kleinteiliger ausgeschrieben werden konnte. "Alle Firmen kommen aus Berlin, eine davon aus Friedrichshain-Kreuzberg." Bei einigen handelt es sich um Garten- und Landschaftsbetriebe, die auf diese Weise ihre Mitarbeiter auch über den Winter beschäftigen können.

Der Räumdienst kostet den Bezirk zwischen 300 000 und 400 000 Euro. Die exakte Summe hängt davon ab, wie kalt es wird. Der Grundvertrag geht von fünf Schneetagen pro Monat aus. Werden es mehr, muss zusätzlich bezahlt werden.

"Wir sind nach jetzigem Stand für den Winter gerüstet", sagt der Baustadtrat. Ob wirklich alles reibungslos funktioniert, werden aber erst die kommenden Monate zeigen.


Thomas Frey / tf
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