Das Einweihungsfest an der Knorrpromenade kommt später

Zwei Monate waren die Südportale an der Knorrpromenade verschwunden, knapp einen Monat dauerte der Wiederaufbau. (Foto: Karsten Frank)

Friedrichshain. Was lange währte, fand am 20. November seinen glücklichen Abschluss.

An diesem Tag wurden an der Südseite der Knorrpromenade die letzten Steine für den Wiederaufbau der beiden sanierten Schmucktore gesetzt. Sie waren im August abgebaut und danach bei einer Spezialfirma in Hoppegarten restauriert worden. Jeder Stein wurde ausgebessert, lediglich einstige Originalteile, die nicht mehr vorhanden waren, wurden durch neue ersetzt. Zu 90 Prozent bestehen die Portale weiter aus dem ursprünglichen Material. Ende Oktober begann der Rücktransport an die Knorrpromenade.

"Die Tore sind wunderschön geworden", schwärmt Karsten Frank. Er und sein Verein KiezGestalten waren die Motoren der Torsanierung. Seit rund zwei Jahren trommelten sie für dieses Vorhaben und sammelten Geld. Am Ende wurden die bereits eingeworbenen Spenden in Höhe von rund 30 000 Euro zumindest an dieser Stelle aber nicht gebraucht. Denn Karsten Frank erreichte außerdem, dass sich das Landesdenkmalamt für eine Finanzierung aus Senatsmitteln stark machte. Der Bezirk bekam dafür 79 000 Euro überwiesen.

Eigentlich sollten die Arbeiten bereits im Frühjahr beginnen, verzögerten sich dann aber bis zum Spätsommer. "Für uns war das ärgerlich, weil wir die Einweihung eigentlich mit einem großen Fest verbinden wollten", sagt Karsten Frank. Jetzt in der kalten Jahreszeit mache das aber wenig Sinn. Deshalb werde die Fete im kommenden Jahr nachgeholt.

Und der Verein hat bereits die nächsten Pläne. Nachdem die südlichen Schmucktore wieder stehen, sollen auch die einstigen Portale an der Nordseite der Knorrpromenade wieder aufgebaut werden. Sie waren 1945 durch einen Bombenangriff zerstört worden und fehlen seither. Dafür will KiezGestalten die schon gesammelten Mittel verwenden und setzt auf weitere Unterstützung, etwa durch die Bezirksverwaltung. Ob die Idee bereits 2014 verwirklicht werden kann, bezweifelt zwar auch Karsten Frank. "Wir werden uns aber jetzt sehr detailliert darum kümmern und fangen auch nicht mehr bei Null an." Vor allem habe das glückliche Ende und das Ergebnis der ersten Portalsanierung sehr viel positive Energie frei gesetzt. "Der Einsatz zeigt, was bürgerschaftliches Engagement erreichen kann."


Thomas Frey / tf
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