Eltern erfolgreich im Kampf für einen sicheren Schulweg

Demnächst laufen sie hier über einen Zebrastreifen: Pal, André Knappe, Elias, Maren Peuker, Laurien, Gustav, Catarina Knüvener und Clara (Foto: Frey)

Friedrichshain. Die Spartacus-Grundschule liegt an der viel befahrenenen Friedenstraße. Viele Kinder müssen auf dem Weg dorthin die Fahrbahn passieren. Aber direkt an der Schule gibt es keinen sicheren Übergang.

Das soll sich jetzt ändern. An der Kreuzung Pufendorfstraße wird ein Zebrastreifen eingerichtet. Zu verdanken ist das engagierten Eltern, die dafür seit zweieinhalb Jahren kämpfen."Eine erste Anfrage bei der Verkehrslenkung wurde damals abgelehnt", sagt Catarina Knüvener, die stellvertretende Gesamtelternsprecherin und Sprecherin der Initiative. Doch mit dieser Antwort wollten sich sie und ihre Mitstreiter nicht abfinden. Sie informierten Staatssekretär Christian Gäbler (SPD) und überzeugten Harald Moritz, den verkehrspolitischen Sprecher von Bündnis 90/Grüne im Abgeordnetenhaus von ihrem Anliegen. Moritz organisierte einen Vor-Ort-Termin, bei dem sich auch Friedrichshain-Kreuzbergs Baustadtrat Hans Panhoff (B 90 / Grüne) hinter das Vorhaben stellte.

Parallel zum Einrichten des Überwegs gibt es weitere Umbauten. Die Friedenstraße wird auf jeweils eine Fahrspur pro Richtung eingeengt. Nur so erfüllt sie die Voraussetzung dafür, dass hier überhaupt ein Zebrastreifen eingerichtet werden darf. In einem ersten Abschnitt passiert das zwischen Pufendorfstraße und der Kreuzung Landsberger Allee. Der Bereich bis zur Palisadenstraße soll möglichst schnell folgen.

Auf dem Mittelstreifen dürfen künftig keine Autos mehr abgestellt werden. Dafür gibt es dann Parkplätze am Straßenrand. Und direkt vor der Schule wird eine Ladezone eingerichtet.

Die Eltern hoffen, dass der Zebrastreifen bis zum Beginn des neuen Schuljahres fertig ist. Tiefbauamtsleiter Helmut Schulz-Herrmann möchte das aber noch nicht endgültig bestätigen. "Der Wille ist da und das gesamte Vorhaben auch genehmigt, aber einige Dinge müssen noch abgestimmt werden." Vor allem, wer welchen Anteil an der Finanzierung übernimmt. Kosten wird der Umbau zwischen 50 000 und 60 000 Euro. Er soll aus verschiedenen Töpfen des Senats, etwa dem Radfahrer- und Fußgängerprogramm sowie aus Mitteln des Bezirks bezahlt werden.


Thomas Frey / tf
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