Initiative überlegt Klage

Friedrichshain. Wie zuvor bereits der Ausschuss für Stadtplanung hat auch die BVV bei ihrer Sitzung am 4. Juni den Einwohnerantrag gegen eine Verlegung der Straßenbahnlinie 21 durch die Sonntagstraße abgelehnt.

Mit diesem Votum scheinen sich die Initiatoren vom "Ideenaufruf Zukunft Ostkreuz" aber nicht abfinden zu wollen. "Offenbar kann die unsinnige Tramverlegung nur noch auf dem Klageweg verhindert werden", heißt es in einer Pressemitteilung.

Wie mehrfach berichtet soll die Streckenführung über die Sonntagstraße vor allem eine direkte Anbindung an den Bahnhof Ostkreuz ermöglichen. Ein von der BVG vorgestelltes Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass diese Variante unter allen Alternativen die meisten Vorteile verspreche. Dieses Gutachten sei seinen Namen kaum wert, meinen die Initiatoren und kritisieren zum Beispiel, dass mit dieser Streckenführung drei lärmende Abbiegungen durch ein Wohngebiet sowie ein Weniger an Aufenthaltsqualität und Gefahren für Fußgänger am Ostkreuz-Vorplatz verbunden seien. Sie fordern, die Straßenbahn weiter über die Boxhagener- und Marktstraße zu führen und dort einen Abzweig zum Bahnhof einzurichten. Das wurde aber nicht nur von der BVG und den meisten Bezirksverordneten, sondern auch von mehreren anderen Initiativen abgelehnt.

Realisiert werden soll das Vorhaben voraussichtlich ab dem Jahr 2016.


Thomas Frey / tf
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