Mitarbeiter des Gesundheitsamtes müssen wegen Bauchaos ausziehen

Friedrichshain-Kreuzberg. Der Umbau des Gesundheitsamtes in der Urbanstraße 24, ist seit Jahren eine Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen. Sie erreicht derzeit ihren vorläufigen Höhepunkt.

Ab 24. März müssen 56 Mitarbeiter das Haus verlassen und werden auf andere Standorte verteilt. Der Sozialpsychiatrische Dienst, die Abteilung Hygiene und Umweltmedizin sowie der Leitungs- und Servicebereich befinden sich ab 26. März im Bürodienstgebäude in der Petersburger Straße 86-90. Das Zentrum für sexuelle Gesundheit und Familienplanung kommt im Rathaus Kreuzberg, Yorckstraße 4-11, unter. Allerdings haben dort nicht alle Platz. Deshalb wird im Hof ein Container aufgestellt, in dem unter anderem die ärztlichen Untersuchungen stattfinden.

In der Urbanstraße bleiben der Jugendgesundheitsdienst und der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst sowie der zahnärztliche Dienst, wobei es vor allem bei letzterem zu Einschränkungen wegen der Bauarbeiten kommen kann.

Die ausgelagerten Abteilungen sollen nach drei bis vier Monaten, also im Sommer wieder in das Haus in der Urbanstraße zurückkehren. So ist es geplant.

Am Gebäude des Gesundheitsamtes werden in dieser Zeit umfangreiche Fassadensanierungen stattfinden. Die gab es zwar bereits, aber dann ging die beauftragte Firma pleite. Es musste neu ausgeschrieben werden, was wiederum Zeit kostete. Und natürlich Geld.

Schon zuvor entwickelte sich der seit 2011 laufende Umbau zu einem Fass ohne Boden. Statt etwa einer Million Euro Kosten wie ursprünglich geplant, sind es inzwischen rund 2,6 Millionen Euro. Knapp 250 000 Euro mehr kostet der zweite Fassadenversuch. Unter anderem deshalb, weil sich die bisherigen Arbeiten teilweise als Pfusch erwiesen haben. Vorher hatten bereits der undichte Keller, marode Decken oder Schadstoffe die Kosten in die Höhe getrieben. Und der Container muss natürlich ebenfalls bezahlt werden.

Telefonisch sind die einzelnen Abteilungen auch nach ihrem Umzug weiter unter den bekannten Nummern erreichbar.

Weitere Informationen gibt es außerdem unter 902 98 83 19 sowie im Internet unter www.berlin.de/gesundheitsamt-fk.

Thomas Frey / tf
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