Piraten fordern Verlängerung der Straßenbahn nach Kreuzberg

Bisher ist die Endstation der M10 am U-Bahnhof Warschauer Straße. (Foto: Frey)

Friedrichshain-Kreuzberg. Schon in den 1990er Jahren war ein Weiterführen der Straßenbahn von der Warschauer Straße in Richtung Kreuzberg im Gespräch. Mittlerweile wurden diese Pläne auf die Zeit nach 2020 verschoben.

Der Piratenfraktion in der BVV dauert das zu lange. Sie verlangt, dass das Projekt zumindest in den Verkehrswegeplan 2014 bis 2018 aufgenommen wird. Der soll im Sommer beschlossen werden.Die Piraten verweisen darauf, dass schon seit Jahren zwei mögliche Trassenführungen existieren. Bei beiden würde die heutige Linie M10 zunächst über die Oberbaumbrücke verlängert. Von dort ginge es dann entweder durch die Falckensteinstraße und durch den Görlitzer Park, die Glogauer- und Pannierstraße in Neukölln zur Sonnenallee zum Hermannplatz. Der Hermannplatz ist auch bei der Alternativroute das Ziel. Sie führt allerdings zunächst durch die Schlesische- und Skalitzer Straße, den Lausitzer- und Spreewaldplatz. Danach über die Wiener- zur Glogauer Straße und von dort weiter wie in Variante eins.

Begründet wird das Anliegen mit den ständig steigenden Fahrgastzahlen im öffentlichen Nahverkehr. Darauf reagiere die BVG nicht in gleichem Umfang mit neuen Angeboten.

Bei der Verhandlung im Ausschuss für Umwelt, Verkehr, Klimaschutz und Wohnen ließen die Grünen zwar durchblicken, dass sie ebenfalls nichts gegen eine Straßenbahn durch Kreuzberg einzuwenden hätten. Sie störten sich allerdings an dem Wortlauf des Antrags. Dort war die Rede davon, dass das Bezirksamt beauftragt wird, diese Planungen wieder aufzunehmen. "Ein Bezirk plant, baut und unterhält aber keine Straßenbahn", merkte der Grüne Bezirksverordnete Manuel Sahib an. Die Piraten wollen deshalb ihren Text noch einmal ändern. Der Bezirk soll dann aufgefordert oder ersucht werden, sich für die Tramverlängerung einzusetzen.


Thomas Frey / tf
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