Sanierungsstau bei den Sportanlagen

Friedrichshain-Kreuzberg. Teil der Sportlerehrung ist regelmäßig auch eine Bestandsaufnahme der Situation des Sports in Friedrichshain-Kreuzberg.

Wobei die Hauptprobleme jedes Jahr die gleichen sind und sich auch in absehbarer Zeit kaum lösen lassen: Es gibt zu wenig Hallen und Plätze. "Gemessen an der Einwohnerzahl sind wir der Bezirk mit dem geringsten Angebot", erklärte Stadtrat Dr. Peter Beckers (SPD). 18 Freiluftanlagen und zwölf Sportgebäude befinden sich in Friedrichshain-Kreuzberg. Dazu kommen noch 80 Schulturnhallen.

Seit Anfang Oktober gibt es einen weiteren Fußball-platz. Er befindet sich auf dem Dach des neu eröffneten Hellweg-Baumarktes an der Yorckstraße.

Keine Fortschritte macht dagegen bisher der Wunsch nach zwei Sportfeldern für Fußball und Hockey am Columbiadamm. Sie sollen auf der Fläche des bisherigen Regenrückhaltebeckens entstehen. Das Becken werde auch noch in Zukunft gebraucht, meint die Tempelhof Projekt GmbH. Beckers hofft weiter auf eine Entscheidung der Landespolitik zugunsten des Sports. Aber selbst dann wird dort in den kommenden zwei, drei Jahren wohl wenig passieren.

Bei der Sanierung vorhandener Sportstätten gibt es, wenig verwunderlich, einen weitaus größeren Bedarf, als Geld zur Verfügung steht. Rund 500 000 Euro kommen dafür jährlich aus dem Sportanlagensanierungsprogramm des Senats. 2014 sollen damit unter anderem der Kurt-Ritter-Sportplatz an der Gürtelstraße sowie das Johann-Trollmann-Boxcamp an der Bergmannstraße saniert werden. Außerdem werden die Arbeiten auf dem Sportplatz an der Körtestraße fortgesetzt. Schon für diese Vorhaben wird die halbe Million nicht ausreichen, wie auch der Stadtrat einräumt und von "angedachten" Projekten spricht.

An anderen Stellen sollen Mittel des städtebaulichen Denkmalschutzes locker gemacht werden. Zum Beispiel für die Turnhalle in der Wilhelmstraße 117 und beim Baerwaldbad.


Thomas Frey / tf
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