Sicherer Überweg am Bahnhof Ostkreuz gefordert

Gefährliche Kreuzung: Die Ecke Haupt- und Untere Kynaststraße. (Foto: Frey)

Friedrichshain. Wer an der Kreuzung Haupt- und Untere Kynaststraße die Fahrbahn überqueren möchte, der hat es schwer. Manchmal dauert es Minuten, bis sich eine Lücke zwischen den dicht aufeinander folgenden Autos findet. Das Passieren ist deshalb sehr gefährlich.

Ende Mai wurde ein 14-jähriges Mädchen an dieser Stelle schwer verletzt. Sie betrat von der Bahnseite die Hauptstraße und wurde dabei von einem Tankfahrzeug erfasst. Das Mädchen erlitt einen Schädelbruch.Die Unfall hätte vermutlich verhindert werden können, wenn es hier eine Ampel gegeben hätte. Dieser Meinung sind nicht nur die Mutter der 14-Jährigen, sondern auch weitere Anwohner und Tobias Trommer von den Initiativen rund ums Ostkreuz. Was die Sache besonders ärgerlich macht: Es gab an der Hauptstraße bereits drei Mal eine Lichtzeichenanlage. Sie wurde aber jeweils nach einiger Zeit wieder abgebaut.

Die erste Ampel konnten die Bürgerinitiativen im Februar 2010 bei der Verkehrslenkung Berlin durchsetzen. Sie beauftragte eine Baufirma, die damals am Ostkreuz tätig war, mit dem Einrichten eines provisorischen Betriebs. Als die Firma ihre Arbeit beendet hatte, baute sie die Ampel wieder ab. Nach erneuten Protesten installierte ein zweites und später noch ein drittes Unternehmen dort eine zeitweise Signalanlage - und entfernte sie später ebenfalls wieder. Zuletzt geschah das kurz vor dem schweren Unfall.

Deshalb lautet die Forderung jetzt: Es muss hier eine ständige Ampel eingerichtet werden. Das lehnt die Verkehrslenkung aber bisher ab. Sie sieht aktuell keinen dringenden Bedarf, außerdem sei dafür kein Geld vorhanden. Das gelte auch für eine erneute provisorische Lösung, die von den Initiativen vorgeschlagen wird. Denn nach dem geplanten Ausbau der Hauptstraße sehen auch die Verkehrslenker hier eine feste Lichtzeichenanlage vor. Allerdings wird das wohl erst in etwa drei Jahren passieren.

So lange wollen die Betroffenen nicht warten. "Es kann doch niemand wollen, dass es hier noch mehr Verletzte gibt", sagt Tobias Trommer. Sie hoffen jetzt auch auf Unterstützung aus der Bezirkspolitik.


Thomas Frey / tf
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