SPD fordert eine Ausnahmeregelung für Rettungsfahrzeuge

Die Straße nach Stralau ist immer noch gesperrt. Auch für Rettungsfahrzeuge. (Foto: Frey)

Friedrichshain. Seit 2010 ist der Straßenabschnitt unter der Eisenbahnbrücke am Eingang nach Stralau für Autofahrer gesperrt. Sie kommen seither nur über die Kynaststraße auf die Halbinsel.

Diese Einschränkung bringe Gefahren für Leib und Leben mit sich, meint die SPD-Fraktion in der BVV. "Uns sind zwei Fälle bekannt, wo der Notarztwagen wegen des eingeschränkten Zugangs nur mit großer Verspätung nach Stralau kommen konnte", erklärte der Bezirksverordnete Max Putzer am 13. Februar bei der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, Klimaschutz und Immobilien. Beide Male hätten die Rettungswagen an der Kynaststraße im Stau gestanden. Die Sozialdemokraten fordern deshalb: Fahrzeuge mit Blaulicht müssen auch über die Baustelle auf die Halbinsel gelangen können. Eigentlich galt dieses Thema schon im Dezember als erledigt. Denn kurz vor Weihnachten sollte die Straße wieder freigegeben werden. Einen Tag vor der geplanten Eröffnung wurde der Termin aber von der Deutschen Bahn abgesagt. Die Bahn ist auch für die Arbeiten im Tunnel verantwortlich. Sie sind Teil der Brückensanierung im Zuge des Ostkreuz-Umbaus. "Auf der Fahrbahn fehlte damals noch der Belag, und auch beim Gehweg gab es Mängel", sagt Tiefbauamtsleiter Helmut Schulz-Herrmann.

Der neue Eröffnungstermin ist jetzt Ende März. Dafür muss das Wetter aber mitspielen. In den vergangenen Wochen war das nicht der Fall. Wegen der Kälte passierte ziemlich wenig. Bei etwas wärmeren Temperaturen könnte der Rest der Arbeiten schnell erledigt werden, meint Schulz-Herrmann. Deshalb bezweifelte eine Mehrheit im Ausschuss, ob es sich überhaupt lohne, wegen weniger Wochen in dieser Sache noch aktiv zu werden. Darüber entscheiden müsste die Verkehrslenkung Berlin.


Thomas Frey / tf
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