Straßenname: Edith Bán-Kiss

Friedrichshain.Wie bereits zuvor der Kulturausschuss stimmte auch die BVV mit großer Mehrheit für den Antrag der Piratenfraktion, die neue Straße an der Vertriebszentrale von Mercedes-Benz nach der Bildhauerin Edith Bán-Kiss (1905-1966) zu benennen. Mit dieser Entscheidung werde der Konzern gleichzeitig an seine Vergangenheit in der Nazi-Zeit erinnert und habe die Chance, sich diesem Kapitel seiner Firmengeschichte zu stellen, machten mehrere Redner deutlich. Denn die ungarische Jüdin Edith Bán-Kiss musste 1944 Zwangsarbeit im Daimler-Benz-Werk in Ludwigsfelde leisten. Die CDU, die als einzige Fraktion gegen diesen Vorschlag stimmte, sah in diesem Votum dagegen eher einen Affront. Er mache deutlich, dass Mercedes im Bezirk nicht gewünscht sei, meinte deren Bezirksverordneter Timur Husein. Ebenso wie das Unternehmen hatte sich die Union dafür stark gemacht, der Straße den Namen der Rennfahrerin Ernes Merck (1898-1927) zu geben.
Thomas Frey / tf
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