Umzug von der Strassmannstraße in neues Seniorenzentrum

Friedrichshain. Seit fast zehn Jahren befindet sich in der Strassmannstraße 38 eine Wärmestube für Obdachlose und Menschen mit geringem Einkommen.

Zuletzt gab es bei den Besuchern einige Aufregung. Denn die Einrichtung wird nicht mehr vom Bezirksamt unterstützt. Bisher kam von dort vor allem das Geld für die Miete. Befürchtet wird deshalb das Aus."An unserem bisherigen Standort werden wir nicht weitermachen können", bestätigt auch Roswitha Widowski vom Sozialverein Friedrichshain, dem Träger der Wärmestube. Sie soll allerdings an anderer Stelle wieder eröffnet werden. Nämlich ebenfalls im geplanten Senioren- und Stadtteilzentrum am Platz der Vereinten Nationen. Diese Möglichkeit wurde ihr von Sozialstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke) angeboten, sagt Roswitha Widowski. "Wir werden das machen, weil wir unser Angebot aufrecht erhalten wollen."

Wichtig ist ihr aber, dass die Räume in der Strassmannstraße zumindest so lange offen bleiben, bis am Platz der Vereinten Nationen alles fertig ist. Das habe ihr der Stadtrat versprochen. Ursprünglich sollte sie schon zum Jahresende geschlossen werden.

Nach den jüngsten Aussagen von Mildner-Spindler ist ein Start im neuen Zentrum zum 1. April geplant. Allerdings sind derzeit, wie mehrfach berichtet, noch einige Fragen zu klären. Etwa ob der Vermieter, die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM), die Kosten für die Renovierung übernimmt.

Einziehen sollen dort die drei bisherigen Seniorenfreizeiteinrichtungen in der Schreiner-, der Heidenfeld- sowie der Palisadenstraße. Außerdem die interkulturelle Begegnungsstätte Bayouma-Haus.

Die Wärmestube in der Strassmannstraße ist an jedem Wochentag von 8 bis 15 Uhr geöffnet. Die Gäste erhalten dort am Morgen ein Frühstück und später ein Mittagessen.

Thomas Frey / tf
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