Vivantes-Klinikum prüft Einfahrt zur Tiefgarage

Nur nach rechts ist die Einfahrt vom Ernst-Zinna-Weg in die Landsberger Allee möglich. (Foto: Frey)

Friedrichshain. Auf dem Gelände des Vivantes Krankenhauses im Friedrichshain soll ein neuer Klinikanbau errichtet werden. Außerdem entsteht eine Tiefgarage mit 270 Plätzen. An diesem Vorhaben entzündete sich Ärger mit dem Bezirk.

Der macht sich konkret am möglichen Zugang zum unterirdischen Parkhaus fest. Denn Vivantes prüft, ob Besucher, die mit dem Auto zum Krankenhaus kommen, künftig über den Ernst-Zinna-Weg zur Tiefgarage gelotst werden können. Eine Idee, die Baustadtrat Hans Panhoff (B 90/Grüne) für ziemlich abwegig hält. Der Weg gehöre zur Grünanlage des Volksparks Friedrichshain und sei gar nicht für massiven Fahrzeugverkehr ausgelegt. Der würde sich aber um mehr als 300 Prozent erhöhen, Laternen müssten dann verlegt und Bäume gefällt werden.

"Auch die Zu- und Abfahrt ist problematisch, weil an dieser Stelle die Landsberger Allee nicht überquert werden kann", meint der Stadtrat. "Wer vom Ernst-Zinna-Weg kommt, kann nur nach rechts in die Landsberger Allee einbiegen. Autos, die in die Gegenrichtung wollen, müssen erst bis zum Platz der Vereinten Nationen fahren, ehe es eine Wendemöglichkeit gibt."

Als Alternative schlägt Panhoff vor, die Fahrzeuge über eine Verlängerung der Virchowstraße an der Ostseite des Klinikgeländes zur Tiefgarage zu führen. Dort sei eine Kreuzung vorhanden. Vivantes habe auf diesen Vorchlag bisher eher ablehnend reagiert. Ein Gegenargument sei gewesen, dass die Besucher dann möglicherweise einen längeren Weg von der Tiefgarage zum Krankenhaus zurücklegen müssen. "Aber einige Meter Fußmarsch kann man denen schon zumuten", findet der Stadtrat

Über den endgültigen Zugang sei noch überhaupt keine Entscheidung gefallen, betont dagegen Vivantes-Sprecherin Mischa Moriceau. "Wir prüfen mehrere Möglichkeiten, der Ernst-Zinna-Weg ist einer davon. Ebenso wie die Verbindung über die Virchowstraße." Ein Vorteil bei der Zinna-Zufahrt bestehe aber darin, dass hier der Lärmschutz für die Anlieger gewährleistet sei. Außerdem werde die Straße im Gegenzug von anderen Fahrzeugen entlastet. "Logistik- und Krankentransporte sollen mittelfristig nicht mehr dort, sondern nur noch über die Landsberger Allee auf das Klinikgelände einfahren."

Dass der Ernst-Zinna-Weg überhaupt bei den Überlegungen eine Rolle spielt, liegt daran, dass er seit 2011 als Straßenland ausgewiesen ist. Ermöglicht werden sollte dadurch aber nur der Behindertentransport und kleinerer Verkehr zum Krankenhaus sowie eine beleuchtete Zufahrt zum Bauwerkhof des Bezirks im Volkspark Friedrichshain.


Thomas Frey / tf
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