Wegen Schnee und Eis kam es auch im Bezirk zu Problemen

Friedrichshain-Kreuzberg. Teilweise heftige Schneefälle und Temperaturen bis in den zweistelligen Minusbereich. Damit hatte Berlin in den letzten zwei Wochen zu kämpfen.

Wieder gab es Ärger über nicht geräumte Straßen und Bürgersteige. Auch in Friedrichshain-Kreuzberg gab es dieses Problem, auch wenn es sich nach Aussage von Ordnungsstadtrat Dr. Peter Beckers (SPD) bisher in Grenzen hielt. "Wir mussten allerdings gleich in den ersten Tagen in der Simplonstraße eine Ersatzvornahme leisten, weil dort eine erhebliche Gefährdung entstanden ist." Sprich, ein Hauseigentümer war seiner Räumpflicht nicht nachgekommen und wird jetzt zur Kasse gebeten.Vor den öffentlichen Gebäuden klappe das Beseitigen von Schnee und Eis bisher zwar weitgehend, aber nicht überall völlig reibungslos, sagt Baustadtrat Hans Panhoff (Bündnis90/Grüne). Etwa vor dem Rathaus Kreuzberg, wo die Schneedecke auf dem Zugangsweg zuletzt weitgehend festgetreten war. "Der Räumdienst kann eben nicht überall gleichzeitig sein", zeigt Panhoff Verständnis. Wichtig sei aber, dass zumindest schnell und ausreichend gestreut werde.

Für die Straßen ist die BSR verantwortlich. "Unsere Leute waren in den vergangenen Tagen nahezu rund um die Uhr im Einsatz", betont Sprecher Bernd Müller. Priorität hatten Hauptstraßen, Kreuzungen, Fußgängerüberwege sowie Straßen durch die Busse fahren. Seit diesem Winter räumt die Stadtreinigung auch die Haltestellenbereiche sowie die Radwege.

Natürlich fehlt auch in diesem Winter der schon bekannte Ärger mit der S-Bahn nicht. Nahezu täglich fallen Züge aus. Die Folge sind lange Wartezeiten, volle Waggons und die verspätete Ankunft am Ziel.

Unliebsame Folgen des sind außerdem mehr Stürze und damit verbundene Verletzungen. Um dem zu entgehen, trauen sich viele alte und gebrechliche Menschen bei Schnee und Eis kaum noch auf die Straße. Zu ihrer Unterstützung ruft der Bezirk zur Nachbarschaftshilfe auf. Gesucht werden Menschen, die den Senioren die Einkäufe abnehmen oder sie beim Gang nach draußen begleiten.

Informationen unter 902 98 20 37.

Thomas Frey / tf
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