Wohnungstausch soll leichter werden

Friedrichshain-Kreuzberg. Mieter bei städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen künftig ihre großen Wohnungen einfacher gegen kleinere tauschen können. Ohne dass dadurch die Miete steigt.

Das fordert ein Antrag der Linkspartei in der BVV. Er verweist darauf, dass nicht zuletzt älteren Menschen ihre Wohnung oft zu groß ist. Von einem Umzug werden sie aber häufig abgehalten, weil sie wegen eines schon lange gültigen Mietvertrags noch einigermaßen günstig wohnen und woanders mehr bezahlen müssten. Damit komme es zu einem "Wohnraumverbrauch wider Willen" und es fehlen Angebote zum Beispiel für junge Familien. Die Linken verlangen deshalb, dass die Miete bei einem Tausch nicht höher sein sollte als im alten Appartement, beziehungsweise die jeweils bestehenden Verträge für die neuen Nutzer weiter Gültigkeit behalten. Dadurch könnte auch die Preisentwicklung in einem Quartier gedämpft werden, denn zumindest bei den Tauschobjekten falle der Aufschlag für eine Neuvermietung weg. Was natürlich nicht unbedingt im Sinn der Wohnungsanbieter ist. Dieser leistungslose Zuwachs sei aber keine Notwendigkeit zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit kommunaler Unternehmen, findet die Linkspartei. Das Bezirksamt soll sich bei den städtischen Gesellschaften für dieses Model einzusetzen, verlangt der Antrag. Er wurde zunächst an den Ausschuss für Stadtentwicklung überwiesen.


Thomas Frey / tf
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