"Zerstörte Vielfalt" am Frankfurter Tor

Schicksale von NS-Verfolgten auf Litfaßsäulen. (Foto: Frey)

Friedrichshain. Unter dem Titel "Zerstörte Vielfalt" erinnert Berlin in den kommenden Monaten an den 80. Jahrestag der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Das passiert auch in Form von Gedenksäulen am Frankfurter Tor.

Ein Ort solcher Stadtmarkierungen ist das Frankfurter Tor. Das Thema dort lautet "Vielfalt im Untergrund" und beschäftigt sich mit Menschen, die nicht nur aus rassischen oder religiösen Gründen, sondern auch wegen ihrer sexuellen Orientierung, als Mitglieder von Jugendcliquen oder einfach weil sie Liebhaber von Jazzmusik waren, Verfolgte des Naziregimes wurden. Beispiele dafür sind unter anderem der Arzt und Mitbegründer der Homosexuellenbewegung Magnus Hirschfeld, Harald Poelchau, der als Gefängnispfarrer in Tegel viele zum Tod verurteilte auf dem letzten Weg begleitete und selbst Mitglied im Widerstand war oder der Unternehmer Georg Eppenstein, der bereits im Sommer 1933 umgebracht wurde.Auch auf eine der damals brutalsten Folterstätten im Berliner Osten wird verwiesen. Dem "Keglerheim" in der Petersburger Straße, wo die SA zahlreiche Regimegegner misshandelte und ermordete.


Thomas Frey / tf
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