Gäste berichten über ihre Hauptstadt-Erfahrungen

An der East Side Gallery fühlt sich Graffiti-Künstler Wilto mit seiner Freundin besonders wohl. (Foto: Gerrit Lagenstein)

Friedrichshain. Allein von Januar bis Mai dieses Jahres besuchten rund 4,5 Mio. Gäste Berlin. Das bedeutet eine Steigerung von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ob von fern oder nah, jung oder alt, die deutsche Hauptstadt ist beliebt. Dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg fällt dabei eine besondere Rolle zu.

Da hätten wir beispielsweise Max und Franzi aus Köln. Die beiden besuchen aktuell einen Kumpel in Berlin. Sie wohnen zwar in Mitte aber zum Sightseeing geht es nach Friedrichshain: "Das ist einfach der Szenebezirk Berlins. Auch wenn wir zum Feiern hier sind. Ein wenig von der Stadt wollen wir schon sehen. Eben waren wir an der Mauer. Jetzt werden wir wohl noch eine Spreefahrt machen", gibt Max die weiteren Plan zu verstehen. Ansonsten haben es die Grünflächen den Kölner angetan. Besonders der Mauer- sowie der Volkspark Friedrichshain gefallen ihnen gut.

Lukᚠund George aus Prag stimmen dem zu: "Berlin ist mit Abstand die grünste Großstadt Europas. Wir sind jetzt zum fünften Mal hier und jedes Mal entdecken wir einen neuen, schönen Park." Doch es sind nicht nur die Grünflächen, die die Touristen anlocken. An der East Side Gallery lässt Marcello gerade ein Bild von sich und seinen Töchtern machen. Dann zählt er auf, wo sie alles schon waren: "Wir kommen aus Rom und dort gibt es wahrlich eine Menge Sehenswürdigkeiten, aber Berlin ist auch schön. Wir waren am Brandenburger Tor, am Potsdamer Platz, im Schloss Charlottenburg und am Checkpoint Charlie. Hier kann man so viele Dinge machen. Da reicht eine Woche Urlaub kaum aus."

Während ein Großteil der Touristen aus Europa kommt, hat Wilto eine deutlich längere Reise hinter sich. Über 7600 Kilometer trennen die Französischen Antillen in der Karibik von Berlin. Der 27-jährige hat aber eine gute Erklärung für die Reisestrapazen, die er auf sich genommen hat: "Ich bin Graffiti-Künstler. Daher wollte ich die Werke auf dem Teilstück der Berliner Mauer an der East Side Gallery schon immer einmal mit den eigenen Augen sehen. Nun habe ich mir diesen Traum erfüllt. Ich wohne in Kreuzberg, das ist echt die passende Szene für mich." Ähnlich hält es auch Ricardo, der zusammen mit seiner Freundin zehn Tage in Berlin weilt: "Für Clubs und Konzerte ist Kreuzberg einfach ideal. Wer abends hier ist, muss nicht lange nach einer geeigneten Location suchen", erzählt der Spanier. Auf einen Lieblingsort will er sich aber nicht festlegen.

Alex und seine kanadischen Freunde, die gerade eine Tour quer durch Europa machen, werden da schon konkreter: "Wir sind zwar erst den zweiten Tag in Berlin, aber gestern waren wir im "Watergate" feiern, das hat uns schon ziemlich gut gefallen. Mal schauen, was wir in den nächsten Tagen noch so entdecken." Daran dass sie noch viele interessante Orte finden werden, lässt sich kaum zweifeln.


Gerrit Lagenstein / gl
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