Kreißsaal überfüllt: Klinikum konnte nicht mehr alle Schwangeren aufnehmen

Niklas Martin, geboren am 24. November 2016 war das 3000. Baby, das 2016 im Klinikum im Friedrichshain geboren wurde. Nach ihm kamen bis zum Jahresende mehr als 300 Kinder dazu. Auch 2017 sieht es nicht nach einem Rückgang bei den Neugeborenenzahlen aus, weshalb es zuletzt sogar Engpässe gab. (Foto: Vivantes)
Berlin: Vivantes Klinikum im Friedrichshain |

Friedrichshain. Der Babyboom in Berlin hält an. Zuletzt führte er sogar zu Engpässen in einigen Geburtskliniken.

Zum Beispiel im Vivantes Klinikum im Friedrichshain an der Landsberger Allee. Dort konnten im Januar an zwölf von 31 Tagen vorübergehend nicht alle Frauen aufgenommen werden. In welcher Größenordnung Schwangere davon betroffen waren, dazu gab es keine Angaben, denn bei erhöhtem Andrang im Kreißsaal sei zunächst die Rettungsleitstelle der Feuerwehr informiert worden, heißt es bei Vivantes. Das bedeutet, Notfälle kamen dann in andere Krankenhäuser.

Wer, wie die meisten, auf privatem Weg zur Klinik kam, sei teilweise ebenfalls zu einem Standort mit noch freien Kapazitäten vermittelt worden. Selbstverständlich nur dann, wenn das noch möglich war, wird betont.

Natürlich hänge die zeitweise Überlastung mit den hohen Geburtenzahlen zusammen. Entscheidender sei aber, wie sie sich auf die einzelnen Tage verteilen. Auch im Januar habe es relativ entspannte Zeiten gegeben. An anderen Tagen wären dafür sehr viele werdende Mütter gleichzeitig erschienen. Insgesamt registrierte das Friedrichshainer Klinikum für diesen Monat 289 Neugeborene – ein Plus von elf gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

2016 sind im Vivantes Klinikum im Friedrichshain 3331 Kinder zur Welt gekommen. So viele waren es seit 1989 nicht mehr. Allein im Vergleich zu 2015 gab es einen Anstieg um mehr als 400 Geburten. tf
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