Ministerinnen zur "Kita Plus": Längere Öffnungszeiten im Vivantes-Kindergarten

Andrea Nahles und Manuela Schwesig zusammen bei den Kindern der Vivantes-Kita. (Foto: Vivantes/Hasskarl)

Friedrichshain. Kuschelwaschbär "Vivo", das Maskottchen des Klinikkonzerns Vivantes gab es als Geschenk für die beiden Damen. Im Gegenzug wird von den Ministerinnen aber ein etwas größeres Präsent erhofft.

Denn Andrea Nahles, zuständig für Arbeit und Soziales und Familienministerin Manuela Schwesig (beide SPD) waren am 12. Januar in den Kindergarten auf dem Gelände des Krankenhaus Friedrichshain gekommen, um ihr neues Programm "Kita Plus" vorzustellen. Tagesstätten, die ihre Öffnungszeiten noch einmal ausdehnen und nicht zuletzt an die Wünsche berufstätiger Eltern anpassen, können dabei finanziell unterstützt werden.

Auch die Vivantes-Kita will davon profitieren. Sie wurde 2013 eröffnet und vom Träger Jugendwohnen im Kiez betrieben. In der Einrichtung gibt es 43 Plätze, davon 17 für Kinder unter drei Jahren. Gut die Hälfte ihrer Eltern ist im Krankenhaus beschäftigt, die restlichen Plätze belegen Kinder nicht zuletzt aus der Nachbarschaft. Die Nachfrage ist weiter höher als das Angebot.

Derzeit ist die Kita von 5.45 bis 18 Uhr geöffnet. Künftig soll der Betrieb bereits um 5.30 Uhr beginnen und um 20.30 Uhr enden. Um das umsetzen zu können wurde ein Förderantrag für Kita Plus gestellt.

Betreuungsangebote, die über die üblichen Öffnungszeiten hinausgehen, seien gerade für viele ihre Mitarbeiter wichtig, sagt Vivantes-Chefin Annett Klingsporn. Denn im Krankenhaus arbeiten viele Menschen im Schichtdienst, ob als Ärzte oder Pflegekräfte, Hebammen oder Reinigungspersonal.

Solche Berufstätige sollen von dem Programm profitieren, machten auch Nahles und Schwesig deutlich. Dabei gehe es gar nicht darum, dass die Kinder länger in der Kita seien, erklärte die Familienministerin. "Sondern lediglich zu anderen Zeiten."

Bis zu 200 000 Euro Fördermittel kann eine Kita pro Jahr erhalten. Das Geld soll nicht nur für Personal, sondern auch für Sachmittel ausgegeben werden. Bis 2018 wollen die Ministerinnen aus diesem Topf rund 100 Millionen Euro verteilen. tf
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