Personalabbau zwingt zu Schwerpunkteinsätzen

Friedrichshain-Kreuzberg. Die Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes sollten eigentlich flächendeckend im Bezirk unterwegs sein. Das lässt sich allerdings nicht mehr durchgehend gewährleisten.

Es werde Gebiete geben, die künftig gar nicht mehr oder nur sporadisch aufgesucht werden, machte Ordnungtsamtsleiter Joachim Wenz in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 29. April deutlich. Schuld daran seien die angespannte Personalsituation sowie bestimmte Schwerpunktaufgaben. Dazu zählt auch die Kontrolle des ruhenden Verkehrs.

Insgesamt hat Wenz 28 Beschäftigte für die Überwachen der Straßen und Grünanlagen. Da immer zwei Personen zusammen unterwegs sind, ergibt das 14 Doppelstreifen. Verteilt auf zwei Schichten am Tag also sieben pro Schicht. So ist die Lage zumindest theoretisch.

Allerdings müsse davon schon jeweils etwa ein Drittel abgezogen werden, weil die Mitarbeiter Urlaub haben oder ihre freien Tage nehmen, erklärt der Ordnungsamtschef. Ebenfalls nicht zur Verfügung stehen die Ordnungshüter, die sich auf Fortbildung befinden oder andere Diensttermine wahrzunehmen hätten. Und nicht zuletzt wird die Ist-Stärke noch durch kranke Kollegen reduziert. Auch das ist ein durchgehendes Problem.

Besondere Aufgaben

So kann Wenz lediglich versprechen, dass er zu den meisten Zeiten zumindest drei Streifen pro Schicht auf die Straße bringen kann. Wobei eine davon seit Anfang Mai für die Kieztouren ausfällt. Denn sie wird jetzt ständig im Görlitzer Park eingesetzt. Dort wurde wegen der Drogenprobleme auch eine permanente Anwesenheit des Ordnungsamts vereinbart. Die Mitarbeiter sind zusammen mit der Polizei unterwegs.

Nun könnte man ja noch weiteres Personal aus dem Innendienst nach draußen zu schicken, hieß es schon. Doch das bringe ebenfalls nichts, macht der Ordnungsamtsleiter klar. Denn diese Mitarbeiter würden dann fehlen um Anzeigen zu bearbeiten oder Beschwerden der Bürger aufzunehmen.


Thomas Frey / tf
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