RTL "Punkt 12" undercover bei Berliner Tafel "Laib und Seele"!

"Punkt 12 - Das RTL-Mittagsjournal" deckte Missstände bei "Laib und Seele" auf. (Foto: RTL)

BERLIN - Vor einigen Wochen geriet die Berliner Tafel "Laib und Seele" in die Kritik: Ein Reporter des RTL Magazins "Punkt 12" hatte undercover dokumentiert, wie in der Einrichtung Spenden für Bedürftige veruntreut und für eigene Zwecke genutzt wurden. Nun sollen Konsequenzen gezogen worden sein.

Bereits am vergangenen Mittwoch zeigte das RTL-Mittagsjournal eine Nachfassung seiner Undercover-Reportage. "Punkt 12" hatte im April gezeigt, wie freiwillige Helfer bei "Laib und Seele" in Berlin Reinickendorf Spenden veruntreut hatten. Der Sender recherchierte, wie die Betroffenen mit den Enthüllungen umgegangen sind und gab hierzu nun eine schriftliche Zusammenfassung ab.

Spenden kommen wieder an

Die Berichterstattung führte laut RTL-Pressestelle zu personellen Konsequenzen. "Punkt 12" berichtete, dass in der Ausgabestelle der Tafel in Reinickendorf spürbare Veränderungen zum Wohle der Bedürftigen eingeführt wurden. Vor der benannten Ausgabestelle sprach eine RTL-Reporterin mit Bedürftigen, die alle bestätigten, dass mittlerweile wieder spürbar mehr Spenden bei ihnen ankämen.

Arbeit wird nach Doku neu verteilt

In der Update-Reportage erklärte Pfarrerin Manuela Michaelis, dass "Laib und Seele" die Probleme in der Ausgabestelle offenbar nicht richtig eingeschätzt habe. "Wir haben jetzt erst gemerkt, wie viel Arbeit das ist, so eine Ausgabestelle", wurde die Pfarrerin in "Punkt 12" zitiert. "Da sind 20, 25, 30 Wochenstunden, um so eine Ausgabestelle zu organisieren." Das Leitungsteam habe nun entschieden, die Arbeit neu zu verteilen.

Konkreter Einzelfall war abgesprochen

Trotz eingeleiteter Veränderungen hält sich die Tafel laut RTL zu den von "Punkt 12" aufgedeckten Missständen bisher bedeckt. Zum Vorwurf der Spendenveruntreuung durch freiwillige Helfer erklärte Pfarrerin Manuela Michaelis so: "Dieser konkrete Einzelfall, das war etwas, das abgesprochen war." RTL zitiert wörtlich weiter: "Der Mitarbeitende, selbst ein bedürftiger Mitarbeiter, durfte selbst zwischendurch Lebensmittel mitnehmen und hat das dann getan. Nichtsdestotrotz gibt es das ja in allen Bereichen immer wieder, dass es dazu kommt, dass nicht sauber gearbeitet wird. Das haben sie bis in die obersten Manageretagen."

Quelle Zitate: "Punkt 12", Text mit Material der RTL-Pressemitteilung
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