Formel 1 bleibt im FreeTV: RTL deklassiert Sky!

Ab 2018 hat die Mediengruppe RTL die Rechte der Formel 1, Fußballbilder für die Sendung "100 % Bundesliga", Fussball European Qualifiers und die UEFA Europa League bekommen. (Foto: MG RTL D)

BERLIN / KÖLN - Das dürfte auch Berliner Motorsport-Fans freuen: RTL gab am Dienstagabend bekannt, dass die Formel 1 im FreeTV bleibt. Außerdem sicherte sich der Kölner Sender Spiele der UEFA Europa League, deren Rechte Sky bereits verloren hat.

Jubel bei RTL! "Das ist eine richtig gute Nachricht für die Mediengruppe RTL und vor allem für unsere Zuschauer: Großer Sport für alle - und das kostenlos", triumphierte RTL-Senderchef Frank Hoffmann am Dienstagabend. Der Privatsender sicherte sich auch in den kommenden drei Jahren alle Rennen der Königsklasse des Motorsports live und exklusiv im Free TV. Darauf haben sich der Rechteinhaber Formula One World Championship Limited und RTL vertraglich geeinigt.

Mehr Fußball bei RTL und NITRO

Wie die Pressestelle in Köln außerdem mitteilte, bleiben auch Spiele der UEFA Europa League im frei empfangbaren Fernsehen. Der Fußball-Deal umfasse die EM- und WM-Qualifikationsspiele sowie diverse Freundschaftsspiele der deutschen Nationalmannschaft bis 2022 bei RTL. Außerdem werden pro Saison jeweils 15 Live-Spiele der Europa League bis 2021 bei RTL und dem Spartensender NITRO sowie immer montags die Highlights der 1. und 2. Bundesliga auf NITRO gezeigt.

Gerüchte: Sponsoren machten Druck

Für Sky ist der RTL-Deal erneut schmerzlich. Denn anders als in Italien und Großbritannien, wo Sky in Zukunft exklusive Übertragungsrechte an der Formel 1 hält, wird es für den PayTV-Sender hierzulande immer schwerer, wichtige Sportrechte exklusiv zu halten. Bei der Formal 1 kann sich Sky wohl bei den Werbetreibenden und Teams "bedanken". Trotz leicht sinkender Quoten bei der Formel 1, werden über RTL deutlich mehr Zuschauer erreicht. Wichtige Sponsoren sollen daher - laut Insider - angeblich auf einen Deal mit RTL gedrängt haben, um die Formel 1 weiterhin einer breiten Masse zugänglich zu machen. Selbst wenn Sky mehr für die Exklusivrechte bezahlt hätte.
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