Beamtenbeleidigung kann teuer werden

Friedrichshain. Das Amtsgericht Tiergarten hat einen Autofahrer wegen Beleidigung zweier Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes zu einer Geldstrafe von 1500 Euro verurteilt.

Außerdem muss er an die beiden Kontrolleure jeweils 250 Euro Schmerzensgeld zahlen. Sie hatten am 12. September 2014 beobachtet, wie der Verurteilte sein Fahrzeug über einen längeren Zeitraum verkehrswidrig vor einem abgesenkten Bordstein in der Boxhagener Straße abgestellt hatte.

Als sie deshalb eine Anzeige fertigten, wurden sie von dem Mann beschimpft. Seine Tirade ist wie folgt übermittelt: „Fickt euch! Ihr werdet noch merken, dass ihr euch den verkehrten Bezirk ausgesucht habt. Mit euch werden wir noch fertig.“
Danach fuhr der aggressive Autofahrer seinen Wagen weg, stellte ihn aber demonstrativ erneut vor einen niedrigen Bordstein. Darauf angesprochen folgten weitere Verbalattacken.

Dass dieser Auftritt jetzt mit insgesamt 2000 Euro bestraft wurde, wird von Ordnungsstadtrat Dr. Peter Beckers ausdrücklich begrüßt. Die Mitarbeiter seien im Auftrag der Gemeinschaft tätig. „Ich finde es nicht hinnehmbar, persönlichen Frust an ihnen auszulassen.“ tf
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