Ein Stück Ostkreuz kommt zurück: Historische Fußgängerbrücke wird montiert

Die Treppen der neuen Fußgängerbrücke werden bereits montiert. (Foto: Ralf Drescher)
Berlin: Bahnhof Ostkreuz |

Friedrichshain. Der Umbau des Bahnhofs Ostkreuz schreitet sichtbar voran. Nun kehrt auch ein Stück vom alten Ostkreuz aus der Zeit der Weimarer Republik zurück.

Auf der Baustelle hat die Wiedererrichtung der historischen Fußgängerbrücke begonnen. Denkmalschützer hatten bereits vor Beginn des Umbaus gefordert, diese wieder herzustellen. Dafür noch nutzbare Teile waren eingelagert worden. Die Fußgängerbrücke verbindet künftig – wie bereits in der Vergangenheit – Sonntagstraße und Markgrafendamm miteinander.

Die Brücke war 1923 nach Plänen des bekannten Reichsbahnarchitekten Richard Brademann (1884-1965), der auch am Bau der Bahnhöfe Westkreuz, Wannsee, Bornholmer Straße sowie bei den Tunnelbahnhöfen Potsdamer Platz und Anhalter Bahnhof beteiligt war, errichtet worden. Im Jahr 1926 wurde die bis dahin offene Brücke mit Dach und Fenstern ergänzt.

Zu DDR-Zeiten warteten Fahrgäste auf der Brücke auf den nächsten einfahrenden Zug zur Friedrichstraße, da diese am Ostkreuz über zwei Bahnsteige geführt wurden. Das ist künftig nicht mehr nötig, da beim geplanten Einrichtungsverkehr der S-Bahn dann alle Züge einer Fahrtrichtung am gleichen Bahnsteig halten. RD
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