Weihnachtsmarkt abgelehnt: Bezirkspolitiker gegen Budenzauber am Ostbahnhof

Friedrichshain. Weihnachten ist zwar noch etwas hin. Aber schon jetzt musste sich der Bezirk damit beschäftigen.

Konkret mit dem Antrag für einen Weihnachtsmarkt am Ostbahnhof. Er sollte dort rund um das bisherige Kaufhof-Gebäude eingerichtet werden, das, wie berichtet, zum 30. Juni leergezogen und danach umgestaltet werden soll.

Für die Veranstaltung an dieser Stelle interessierte sich das Schaustellerunternehmen Blume. Es organisierte bisher den Weihnachtsmarkt zwischen Jannowitzbrücke und Alexa in Mitte. Aber dieses Areal wird über kurz oder lang zum Neubauquartier. Auch wenn dort inzwischen für 2017 anscheinend erneut ein vorweihnachtlicher Budenzauber vorgesehen ist.

Als Alternative sei der Ostbahnhof sehr interessant, warben die Blume-Verantwortlichen vor einigen Wochen im Wirtschaftsausschuss der BVV. Lage, Gegend, Platz, vieles spreche für diesen Standort. Auch lokale Kooperationen stellten sie in Aussicht. Und natürlich würden die Anwohner nicht über Gebühr belastet.

Aber schon bei der Präsentation überwog die Ablehnung. Sie war dann Grundlage für den zuständigen Stadtrat Andy Hehmke (SPD), mittlerweile endgültig den Daumen zu senken.

Weder er noch die meisten Bezirksverordneten glauben, dass sich bei einem Markt unweit von Wohnhäusern Beschwerden vermeiden lassen. Verwiesen wird auf ähnliche Erfahrungen vor einigen Jahren am Platz der Vereinten Nationen. Auch, ob das Areal am Ostbahnhof wirklich genug Raum für das Adventstreiben bietet, wurde zumindest mit Fragezeichen versehen, erst recht, wenn das Kaufhof-Gebäude zu einer Baustelle wird. Zudem, so wurde angemerkt, gebe es zwar vielleicht nicht im Bezirk, aber in der Nachbarschaft noch immer viele große Weihnachtsmärkte. Von den zahlreichen lokalen Angeboten ganz zu schweigen. tf
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