Wenn Mago Wurst verkauft: Nicht immer lecker!

Mit den Handschuhen wird Wurst entnommen und dazwischen Geld gezählt. Damit war deren Verwendung in dem einen dokumentierten Fall sinnlos. (Foto: privat/Logo: Mago Webseite Screenshot)
BERLIN - Das Berliner Traditionsunternehmen Mago steht seit über 60 Jahren für Wurstwaren und hat in der Hauptstadt sowie Umland Frischeläden. Recherchen in einer Filiale ergaben, dass Verkäufer manchmal nicht sorgfältig genug sind. Und das war nicht unbedingt lecker für den Endverbraucher!

Eines vorweg: Es handelt sich bei der Recherche um eine Wursttheke. Nur diese einzige Mago-Filiale steht hier in der Kritik. Aber diese Filiale ist eben auch stark besucht und in einem belebten Einkaufscenter. Hier kaufen am Tag weit über 100 Menschen Würstchen, Aufschnitte und Feinkostsalate. Deshalb ist das auch ein wichtiges Thema. Der Autor bekam einen anonymen Hinweis, dass sich die Bedienung nicht immer sehr sorgfältig bei der Umsetzung von Hygienevorschriften verhalten soll. So legte ich mich auf die Lauer.

Einmal-Handschuhe sinnlos

Der Mitarbeiter von Mago trug zwar Einmal-Handschuhe, was vorbildlich war. Allerdings machen die nur dann Sinn, wenn man sie auch auszieht beim abkassieren. Es kann bestätigt werden, dass in einem Fall mit den Wursthandschuhen Geld gezählt und weiter gearbeitet wurde. Auch beobachtet: Der Salat aus den Schüsseln wurden nach etwa zwei Stunden in eine andere Schüssel umgefüllt. Es sah so aus, als ob der Salat frisch geholt wurde; es kann den Eindruck suggerieren, dass dieser gerade zubereitet wurde. Das war nicht der Fall. Dem Endverbraucher sollte an einer Theke kenntlich gemacht werden, wann der Salat wirklich hergestellt wurde. Leider muss ebenso festgehalten werden: Zum Feierabend hin wurde ein Salat durchgerührt, damit er frischer aussah.

Frischer Kartoffelsalat immer hinten

Ebenfalls wurde bemerkt, dass Mago Kartoffelsalat, der kurz vor dem Ablauf stand, nach vorne räumte (Bild 2). Gut, diesen "Trick" wenden auch die Supermärkte an. Frisches steht meist immer hinten. Dem Traditionsunternehmen soll hier nicht Unrecht getan werden. Mago hat einen guten Ruf. Aber die Recherche offenbart ein Problem in der Branche: Die Zahl der Aushilfen, insbesondere Minijobber, nehmen drastisch in der Fleischerei und Bäckerei zu. Der Nachwuchs fehlt und oft muss auf nicht ausgebildetes Fachpersonal zugegriffen werden. Es ist also nicht unbedingt mutwillig, was das besagte Personal in der einen Filiale tat. Trotzdem sollte Mago neue Mitarbeiter und das Stammpersonal noch einmal mehr sensibilisieren. 


Hinweis: Die Filiale wurde zum Schutz des Personals in diesem Artikel nicht genannt. Die Aufnahmen sind ausschließlich im Rahmen einer journalistischen Tätigkeit als Beweismittel gefertigt worden. 
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