Zalando Mitarbeiter sauer: Aufstand in der Zentrale!

Protestplakat im Fahrstuhl der Konzernzentrale von Zalando in Berlin Friedrichshain. (Foto: Zalando; Dimitri Lambrecht / twitter @dilam77)

BERLIN - In Friedrichshain brodelt es! Hier im Berliner Szenebezirk sitzt die Zentrale von Zalando. Der Modehändler kündigte vergangene Woche an, bis zu 250 Mitarbeiter zu entlassen. Die Stimmung ist mies. Solidarisch geigen die Beschäftigten ihren Chefs die Meinung - mit Plakaten im Fahrstuhl.

Das Klima könnte schlimmer nicht sein! Wie die Gründerszene berichtete, beschreiben Zalando-Mitarbeiter die Stimmung im Hauptsitz in der Tamara-Danz-Straße 1 als schlecht. Es sollen sogar ganze Teams entlassen worden sein. Dabei mache man selbst vor werdenden Müttern nicht halt. Angeblich soll auch eine schwangere Mitarbeiterin einen Aufhebungsvertrag angeboten bekommen haben, so das Magazin weiter.

Werbespruch als Protest umgeschrieben

Zalando steht in diesen Tagen unter heftigen Beschuss. "Aufgaben wie das Versenden von Werbe-E-Mails, sollen zukünftig verstärkt von Algorithmen oder künstlicher Intelligenz gesteuert werden", sagte der Chef des Unternehmens, Rubin Ritter, kürzlich der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Computer ersetzen die Mitarbeiter. Ritter kündigte einen Kahlschlag in der Marketingabteilung an, der scheinbar schon im vollen Gange ist. Bis zu 250 Mitarbeiter sollen gehen! Im Fahrstuhl der Zalando-Zentrale wurde nun ein Protestplakat aufgehängt. Der Slogan "Me.Unemployed" (übesetzt: "Ich.Arbeitslos") soll eine Anspielung auf die aktuelle Kampagne von Zalando mit dem Wörtern "Me.Unlimited" sein.

eBay lockt Zalando-Mitarbeiter zu sich

Wie der Branchendienst meedia.de berichtete, sollen jedoch bereits andere Unternehmen wie eBay die Massen-Entlassung bei Zalando als Chance sehen. Auch das Auktionshaus fordert die entlassenen Marketing-Experten dazu auf, sich jetzt dort zu bewerben. Zalando ist in der Hauptstadt nach wie vor einer der größten Arbeitgeber. Bundesweit beschäftigt das Unternehmen etwa 6.000 Mitarbeiter. Der Berliner Versandhändler muss sich aber auch gegen die harte Konkurrenz wie Amazon und der Ottogroup mit seinen zahlreichen Mode-Onlineshops behaupten. Die Entlassungen treffen den Standort Friedrichshain besonders hart.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.