Geheimfavorit? Totaler Quatsch!: Aufsteiger Frohnauer SC freut sich auf die Landesliga

Dustin Gundlach und der Frohnauer SC freuen sich auf die neue Saison in der Fußball-Landesliga. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Poloplatz |

Frohnau. Fragt man die Konkurrenz, dann wird der Frohnauer SC, in diesem Sommer erst in die Fußball-Landesliga aufgestiegen, mitunter tatsächlich als Geheimfavorit gehandelt. Darüber kann Coach Olaf Jahn aber nur müde lächeln.

„Na klar, Aufstiegskandidat – das ist natürlich totaler Quatsch“, sagt Jahn, der den Frohnauer SC schon zu Berlin-Liga-Zeiten betreut hatte, bevor man in der Saison 2011/12 äußerst unglücklich abgestiegen war. „Wenn ich die Teams in unserer Staffel betrachte, dann kann ich auf Anhieb keine drei Vereine benennen, die von Hause aus schlechter sind als wir – und das ist, so denke ich, eine realistische Einschätzung.“ Und da man nun mal drei Teams hinter sich lassen muss, um nicht abzusteigen, ist das primäre Saisonziel des Aufsteigers klar umrissen: „Unser Minimalziel ist der Klassenerhalt! Ich denke, dass wir diesen aufgrund unserer Qualität auch schaffen werden. Und alles andere, was so erzählt wird, ist nicht unser Thema.“

Ein junges, talentiertes Team

Fakt ist: Das Team der Frohnauer ist jung und talentiert und kann immer wieder auf junge Spieler setzen, die aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in den Kader der 1. Herren schaffen: Im letzten Jahr holte Jahn bereits eine Hand voll Jungs aus der eigenen A-Jugend, die er damals noch selbst trainiert hatte, ins Herrenteam. Und auch in diesem Sommer haben wieder vier Nachwuchskicker den Sprung geschafft. Zwar verließen mit Alex Popescu (Oranienburger FC) und Florian Venz (BSC Glienicke) zwei Spieler den Klub, die Jahn gern gehalten hätte. Dafür haben die Frohnauer aber – neben den Kickern aus dem eigenen Nachwuchs – auch neue Spieler verpflichten können: Nick Przesang kehrt von den Füchsen, Tim Meyer vom Oranienburger FC nach Frohnau zurück. „Ich gehe davon aus, dass wir letztlich qualitativ noch ein bisschen stärker geworden sind, weil sich insbesondere auch die Jungen weiter entwickelt haben“, hofft Jahn. Mit Robin Köster, Timo Badtke und Dustin Gundlach konnten zudem wichtige Leistungsträger gehalten werden, die die jungen Spieler führen und das gesamte Team tragen sollen.

"Der 1. FC Wilmersdorf ist mit Abstand der Topfavorit!"

Allerdings wird Jahn zum Saisonstart auf Jan-Niclas Kunzel und Ismael Moser verzichten müssen, die verletzt längerfristig ausfallen werden. Nichts desto trotz fiebert man dem Saisonstart entgegen. Denn letztlich wird sich erst dann zeigen, wie stark die Gegner und wie stark das eigene Team tatsächlich sein werden. Olaf Jahn ist im Übrigen überzeugt davon, dass die Landesliga, Staffel zwei, in der die Frohnauer antreten werden, die qualitativ etwas stärkere Staffel ist. Diese Meinung teilen auch viele andere Fachleute. „In meinen Augen ist der 1. FC Wilmersdorf mit Abstand der Topfavorit“, sagt Jahn. „Die haben sich mit absoluten Hochkarätern verstärkt. Und dann gibt es noch den 1. FC Neukölln, den SC Gatow, den SC Charlottenburg, Fortuna Biesdorf – viele etablierte Landesligisten, die in dieser Spielzeit eine wichtige Rolle spielen werden.“

Und so darf man gespannt sein, wie gut der FSC aus den Startlöchern kommen wird. Denn allzu oft kann der Saisonstart für den weiteren Verlauf einer Spielzeit richtungsweisend sein. Zum Auftakt empfängt der FSC den SSC Teutonia. Die Partie auf dem Poloplatz an der Schönfließer Straße 13-19 wird am Sonntag, 20. August, um 12.30 Uhr angepfiffen. min
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