400 Soldaten werden in der Bundeswehr-Fachschule wieder zu Zivilisten

Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) informierte sich im Rahmen seiner Bildungstour bei Schulleiterin Brigitte Schierle über die Bundeswehrfachschule Berlin. (Foto: Uhde)
Berlin: General-Steinhoff-Kaserne |

Kladow. Im Rahmen seiner Bildungstour durch den Bezirk besuchte Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) am 5. März die Bundeswehr-Fachschule in der General-Steinhoff-Kaserne am Kladower Damm 182.

Brigitte Schierle, seit Mai 2014 Leiterin der 1994 eingerichteten Schule, führte Kleebank durch das Gebäude. "Das unterscheidet sich überhaupt nicht von einer "normalen’ Schule im Bezirk", fasste der Bürgermeister seinen ersten Eindruck nach dem Rundgang zusammen. Nur das Alter der Schüler, das um die 30 Jahre liege, mache den Unterschied.

An der Kladower Bundeswehr-Fachschule, einer von bundesweit zehn Bildungseinrichtungen dieser Art, drücken rund 400 Schüler, etwa zehn Prozent davon Frauen, die Schulbank. "Unsere Schüler haben einen sehr hohen Anspruch, was die Leistung der 25 Lehrkräfte und etlicher Dozenten betrifft", beschreibt Frau Schierle die besondere Atmosphäre ihrer Schule. Im Unterricht, der 35 Wochenstunden umfasst, tragen die Soldaten keine Uniform. "Sie sollen bei uns auf ihr ziviles Berufsleben nach dem Dienst als Zeitsoldaten vorbereitet werden", begründet dies die aus Baden-Württemberg stammende Schulleiterin.

Nach einem mit der Kultusministerkonferenz abgestimmten Lehrplan können die Schüler an der Bundeswehreinrichtung ihren mittleren Schulabschluss machen, ihre Fachhochschulreife erlangen oder Vorbereitungslehrgänge für das künftige Berufsleben absolvieren. Die Ausbildung dauert ein Jahr. Die Abschlüsse werden bundesweit anerkannt. Zudem bietet die Kladower Bundeswehr-Fachschule eine dreijährige Ausbildung zum Erzieher. All dies dient der Vorbereitung für ein Berufsleben nach der sechs- bis zwölfjährigen Dienstzeit bei der Bundeswehr. "Die Bundeswehr kümmert sich hier hervorragend um ihr Personal und offeriert an dieser Schule mit überregionaler Bedeutung ein sehr wichtiges Angebot für den Wiedereinstieg ihrer Soldaten in das zivile Berufsleben", sagte Kleebank.

"Unsere Zeitsoldaten haben sich während ihres Dienstes diese Ausbildung erarbeitet", sagt Frau Schierle. Je nach Dauer ihrer Tätigkeit werde ihnen diese Ausbildung während oder nach der Dienstzeit mit rund 75 Prozent ihres Solds vergütet. Wer möchte könne während der Dauer des Schulbesuchs in der Steinhoff-Kaserne in Vierer-Wohngemeinschaften leben. Verpflegt werden die Schüler in der Kasernenkantine.

Besonders beeindruckt zeigte sich Kleebank von der Möglichkeit der dreijährigen Erzieher-Ausbildung. "Hier werden Menschen ausgebildet, die uns in vielen Einrichtungen des Bezirks sehr willkommen sind", so der Bürgermeister. Er würde es daher begrüßen, wenn möglichst viele Einrichtungen den Auszubildenden Plätze für ihre Praktika zur Verfügung stellen würden.

Wer dazu bereit ist, kann sich bei der Schule unter BwFachSBerlin@bundeswehr.org melden.

Michael Uhde / Ud
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