Schüler von Klassenfahrt ausgeschlossen: Mutter kritisiert Entscheidung der Schule

Berlin: Grundschule am Ritterfeld |

Kladow. Yvonne Wesner aus dem Spandauer Süden hat schwere Monate hinter sich. Und das liegt vor allem an dem Verkehrsunfall ihres jetzt elfjährigen Sohns Etienne. Doch besonders zu schaffen macht ihr, wie die Klassenlehrerin ihres Sohnes an der Grundschule am Ritterfeld in der Folgezeit mit Etienne umging.

Etienne war am 5. November 2014 zur Geburtstagsfeier eines Klassenkameraden eingeladen. Als die Geburtstagsgäste den Kladower Damm überquerten, rutschte er aus und wurde von einem Fahrzeug erfasst (wir berichteten). Mit einem Beckenanbruch, Knochenabsplitterungen und Gesichtsverletzungen kam er ins Krankenhaus. Abschließend musste er zwei Monate zu Hause bleiben.

Wieder zurück in der Schule, zog sich Etienne beim Sportunterricht und auf dem Pausenhof leichte Verletzungen zu. In beiden Fällen begann er zu weinen.

Laut Yvonne Wesner war dies für die Klassenlehrerin Anlass, Etienne von der Klassenfahrt auszuschließen, die am 23. Juni beginnen sollte. Die Lehrerin habe ihr gegenüber den Ausschluss damit begründet, dass "Etienne zu nah am Wasser gebaut habe", so Yvonne Wegner. Sie kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen und bezeichnet sie als "gefühllos und absolut unpädagogisch" und als eine Bestrafung ihres Sohnes. Weil Yvonne Wesner diesen Vorfall nicht auf sich beruhen lassen wollte, suchte sie, zunächst vergeblich, Kontakt zum zuständigen Schulrat. Erst am 9. Juli erhielt sie einen Gesprächstermin. Der Schulrat versprach, sich nach den Sommerferien um die Angelegenheit zu kümmern und sowohl mit der Klassenlehrerin als auch mit dem Rektor zu reden, erinnert sich die Mutter.

Etwas Trost spendete das Gespräch mit dem Schulrat ihr. „Er hat mir versichert, dass so ein Fall nie wieder vorkommen darf“, sagt Wesner. Sie ist nun gespannt, ob es noch eine Reaktion der Schule gibt: „Ich erwarte wenigstens, dass sich die Schulleitung bei meinem Sohn entschuldigt.“ Ud
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