Zu starke Konkurrenz durch Casino?

Im Gutshaus gibt es bereits ein Café, im ehemaligen Casino soll zudem ein 200-Plätze-Saal mit Gastrobetrieb entstehen. | Foto: Berit Müller
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  • Im Gutshaus gibt es bereits ein Café, im ehemaligen Casino soll zudem ein 200-Plätze-Saal mit Gastrobetrieb entstehen.
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Kladow. Ein Verkehrskonzept für den Gutspark Neukladow sollen Bezirksamt und gleichnamige Bürgerstiftung vorlegen. Das hat jetzt der Ausschuss für Natur-, Umweltschutz und Grünplanung beschlossen – gegen die Stimmen der CDU-Fraktion.

Es ist ein umfangreiches Konzept, das die Spandauer Grünen – nunmehr mit Rückenwind der SPD – vom Bezirksamt und der Bürgerstiftung Gutspark Neukladow fordern. Sie sollen in einem Papier den Rahmen für die Nutzung des landschaftlichen Kleinods an der Neukladower Allee inklusive seiner Gebäude abstecken. Dabei geht es um zu erwartende Besucherzahlen, die Lärmbelastung bei Veranstaltungen, Öffnungszeiten und Ausnahmeregeln. Erst Punkt zwei des Antrags widmet sich tatsächlich dem Verkehr. Hier wünscht sich die GAL Vorschläge zum sogenannten Park and Ride oder Park and Bike, zu Kombi-Tickets – Eintritt plus BVG-Fahrschein – bei Veranstaltungen und eine Anlegestelle für Fähren oder Wassertaxis.

Zum Streit kam es mit der CDU über das ebenfalls geforderte Konzept zur Einbettung des geplanten Gastronomiebetriebes in die lokale Wirtschaft. Denn im ehemaligen Casino auf dem Gelände des Gutsparks soll ein Veranstaltungssaal mit 200 Plätzen entstehen. Dort ist neben dem kulturellen auch ein gastronomisches Angebot vorgesehen. Verantwortlich für Festivals, Vorträge, Konzerte und Co. zeichnet die KulturparkBerlin GmbH der Bürgerstiftung Gutspark Neukladow. In deren Aufsichtsrat sitzt neben Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD) auch Baustadtrat Carsten-Michael Röding (CDU).Die Grünen mahnen, dass eine „Berücksichtigung der Kladower und Gatower Strukturen erforderlich“ sei.

An eben jenem dritten Punkt stößt sich die CDU. Schon im Wirtschaftsausschuss hatten die Christdemokraten diesen Teil des geforderten Konzepts abgelehnt. Röding hatte erklärt, dass es nicht Aufgabe des Bezirksamtes sei, sich einzumischen. „Bei einem normalen Restaurant in einem Gutspark käme doch auch niemand auf die Idee, so etwas zu fordern“, sagte auch die CDU-Verordnete Kerstin Brauner. „Ein bisschen Konkurrenz belebt doch das Geschäft.“ Genau diesem Wettbewerb könnten manche der bestehenden Restaurants, Cafés und Veranstaltungsorte im Spandauer Süden möglicherweise nicht standhalten, fürchten die Grünen. Folgt die Mehrheit der Bezirksverordnetenversammlung der Beschlussempfehlung, müssen Bezirksamt und Bürgerstiftung nun also ein Verkehrskonzept vorlegen, das auch die Gastronomie-Thematik berücksichtigt. bm

Autor:

Berit Müller aus Lichtenberg

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