Umzug in den Saal der Gartenstadt Atlantic

Das Klingende Museum ist ins Lichtburgforum umgezogen. Projektleiter René Gruschinski freut sich über den größeren und professionelleren Raum. (Foto: Dirk Jericho)

Gesundbrunnen. Blasen, streichen, trommeln. Berlins einzigartiges Musikprojekt, bei dem Kinder unter Anleitung Musikinstrumente kennenlernen, ist ins Lichtburgforum gezogen.

Seit 2007 gibt es das Klingende Museum in der Gartenstadt Atlantic. In einem ehemaligen Ladengeschäft in der Zingster Straße 15 konnten täglich Kita- und Schulkinder sowie Familien unter Anleitung von insgesamt zehn Musikpädagogen klassische Orchesterinstrumente ausprobieren.

Der Senat fördert erstmals das private Projekt; mit jeweils 45 000 Euro für dieses und kommendes Jahr. Etwa 15 000 Kinder kommen jährlich, um in den Workshops mal richtig auf die Pauke zu hauen, in die Posaune zu blasen oder an der E-Gitarre zu zuppeln. Klar, dass das nicht leise geht. Es gibt seit Längerem Beschwerden von Mietern, denen der Lärm, vor allem am Wochenende, auf die Nerven geht. Der ehemalige Gewerberaum ist auch nicht schallisoliert.

Jetzt stehen die zahlreichen Blech-, Blas- und Saiteninstrumente im Saal des Lichtburgforums in der Behmstraße 13. Das Klingende Museum ist umgezogen und jetzt Untermieter der Lichtburg-Stiftung. Der große Veranstaltungssaal inklusive der Bühne wird tagsüber zum Musikstudio.

Abends, wenn im Lichtburgforum Talkrunden oder Konzerte stattfinden, räumt René Gruschinski einfach die Instrumente in den Backstage-Bereich. Der Projektleiter des Klingenden Museums ist froh über den Umzug. "Hier haben wir einen richtigen Saal und eine Bühne", so Gruschinski. Fünf Meter hohe Decken und entsprechende Veranstaltungstechnik - alles vorhanden. Und Stress mit den Mietern gibt es am neuen Ort auch nicht mehr. Wer über dem Lichtburgforum wohnt, hat wegen des Veranstaltungssaals schon immer eine entsprechende Klausel im Mietvertrag.

Das Klingende Museum ist eine von vier Lernwerkstätten in der Gartenstadt. Der Eigentümer der Wohnanlage zwischen Behm-, Bellermann- und Heidebrinker Straße, der Historiker Michael Wolffsohn, nennt seine Gartenstadt auch Mikrokosmos. Kultur und Bildung spielen für den Vermieter eine große Rolle; vor allem für benachteiligte Kinder und Jugendliche engagieren sich Professor Wolffsohn und seine Frau Rita mit ihrer Lichtburg-Stiftung. In den anderen Lernwerkstätten können Kinder aus Berlin und dem Umland naturwissenschaftliche Experimente im Physiklabor machen, Museen besuchen oder Theater spielen.



Mehr Informationen über das Klingende Museum unter 36 46 62 23 und im Internet http://www.klingendes-museum-berlin.de.

Dirk Jericho / DJ
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