Verzierte Flaktürme: Sonderausstellung beim Verein Berliner Unterwelten

Berlin: Berliner Unterwelten |

Gesundbrunnen. Am 2. April startet die im vergangenen Jahr eröffnete Dauerausstellung "Mythos Germania - Vision und Verbrechen" im U-Bahnhof Gesundbrunnen mit einer Sonderausstellung in die Saison.

Die Schau des Vereins Berliner Unterwelten in einer sieben Meter hohen Halle zwischen den Schächten im U-Bahnhof Gesundbrunnen informiert detailliert über die gigantischen Germania-Planungen von Adolf Hitler und seinem Architekten Albert Speer. Aus Anlass des 70. Jahrestags des Kriegsendes 1945 geht es in der Sonderausstellung um den außergewöhnlichen Aspekt Krieg und Frieden.

Die Exposition trägt den Titel "Kriegsbunker als Stadtdekoration - NS-Planungen für die Friedenszeit". Nach Speers Planungen sollten zum Beispiel die Flaktürme als riesige Betonfestungen nach dem "Endsieg" ästhetisch in die Welthauptstadt-Planungen integriert werden. Für die Festungen wurden bereits repräsentative Steinfassaden entworfen. Der Verein Berliner Unterwelten hat eine Reihe von damals vorproduzierten Motivsteinen wiederentdeckt, die den Flaktürmen den Charakter von "Ehrenmalen der Luftwaffe" verleihen sollten.

Die Ausstellung (nördlicher Zugang zum U-Bahnhof Gesundbrunnen, U 8) ist Do-So 11 bis 18 Uhr geöffnet. Tickets (sechs, ermäßigt fünf Euro) gibt es im Pavillon des Berliner Unterwelten e. V. in der Brunnenstraße 105.

Dirk Jericho / DJ
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