Degewo baut 114 Wohnungen am neuen Mauerpark

Das ehemalige Seniorenheim in der Graunstraße wird derzeit abgerissen. (Foto: Dirk Jericho)

Gesundbrunnen. Die Wohnungsbaugesellschaft Degewo lässt bis Ende März das seit vier Jahren leerstehende Seniorenheim direkt am Gleimtunnel in der Graunstraße 13 abreißen.

An dieser Stelle soll ab Herbst ein Gebäudekomplex mit 114 Wohnungen gebaut werden. Zu den Details der neuen Wohnanlage wollte sich Degewo-Sprecher Lutz Ackermann nicht äußern, da die Architekten noch in den Planungen stecken. Das kommunale Wohnungsunternehmen investiert insgesamt 15 Millionen Euro an dem Standort. Geplant sind vor allem Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, die zwischen sieben und zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter kosten werden.

Das 22 Meter hohe Seniorenpflegeheim in der Graunstraße 13 und das daneben stehende Parkhaus in der Gleimstraße 9 wurden zwischen 1977 bis 1979 errichtet. Bis 2010 wurde das Haus von der St. Elisabeth Diakonie als Elisabeth-Seniorenzentrum Gesundbrunnen betrieben. Die Degewo hatte längere Zeit erfolglos nach einem neuen Altenheimbetreiber gesucht. Auch Pläne, das Gebäude zu Ein-Zimmer-Appartements zum Beispiel für Studenten umzubauen, scheiterten. Das Haus ist asbestverseucht, eine Sanierung viel zu teuer.

Der Neubau am Mauerpark ist das einzige Neubauvorhaben der Degewo im Gesamtbezirk Mitte. Insgesamt sind bis 2020 in Steglitz-Zehlendorf, Treptow-Köpenick, Tempelhof-Schöneberg und Neukölln 3500 neue Wohnungen geplant. Bis zum Jahresende werden sich über 600 Wohnungen im Bau befinden. Der erste Wohnungsneubau eines kommunalen Wohnungsunternehmens in Berlin seit zehn Jahren steht kurz vor der Fertigstellung: In der Waldsassener Straße in Marienfelde baut die Degewo derzeit 52 Mietwohnungen.

Es gab auch Pläne, 328 neue Wohnungen auf dem Gelände des früheren Diesterweg-Gymnasiums zwischen Putbusser und Swinemünder Straße zu bauen. "Der Bezirk will dort aber was anderes", sagt Degewo-Sprecher Lutz Ackermann. Es gibt Interessenten, die das orangefarbene Ufo zu einem Stadtteilzentrum mit Bibliothek ausbauen und zusätzlich Wohnhäuser auf dem Gelände errichten wollen. Die Sporthalle, die noch benutzt wird, könnte dann erhalten bleiben.


Dirk Jericho / DJ
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