Bäume als Botschafter: Umweltorganisation GAIA pflanzt Bäume auf Schulhöfen

Ilyas Bublis (rechts) pflanzt mit Bürgermeister Christian Hanke und Karin Müller von der Gustav-Falke-Schuke einen Apfelbaum. (Foto: DJ)

Gesundbrunnen. Im Schulgarten der Gustav-Falke-Grundschule wurde jetzt ein Apfelbaum gepflanzt. Er soll der Beginn einer Partnerschaft mit der Namik-Kemal-Schule im Istanbuler Stadtteil Chingir des dortigen Bezirks Beyoglu, Mittes Partnerstadt, sein.

Sein Geld verdient er mit Seminaren zum Fasten und zu gesunder Ernährung. Ehrenamtlich engagiert sich der gebürtige Türke Ilyas Bublis für mehr Grün in der Stadt und vor allem auf Schulhöfen. Nach dem verheerenden Sturm im Sommer 2002, bei dem in Berlin über 1000 Bäume umgeknickt waren, hat Bublis sein Umweltprojekt "GAIA - Bäume sind cool" gegründet. Über 600 Bäume hat er seitdem gemeinsam mit Prominenten gepflanzt.

Ein Projekt von Bublis heißt "Grüne Schulen für das Leben". Er möchte mithilfe von Sponsoren Schulhöfe begrünen und ökologische Projekte mit den Kindern machen. Sechs Schulhöfe hat er schon begrünt, wie Bublis sagt. Am 25. März hat Ilyas Bublis gemeinsam mit Bürgermeister Christian Hanke (SPD) einen Apfelbaum im Schulgarten der Gustav-Falke-Grundschule gepflanzt. Die Schule mit 440 Kindern ist eigentlich schon ziemlich grün. Es gibt einen großen Garten und ein Insektenhotel. Schulleiterin Karin Müller führt eine "Klimaschule". Diesen Titel bekommen Schulen, die erfolgreich beim Senatswettbewerb "Berliner Klimaschulen" mitmachen.

Der Apfelbaum ist für Ilyas Bublis jedoch weit mehr als ein weiterer Sauerstoffspender. Er soll der Anfang einer Schulpartnerschaft zwischen zwei Grundschulen im Bezirk Mitte und seiner Partnerstadt Istanbul-Beyoglu sein. Anlässlich des 25. Jubiläumsjahres der Städtepartnerschaft Istanbul - Berlin hat GAIA bereits im November zwei Linden in der Namik-Kemal-Grundschule in Beyoglu gepflanzt. In pädagogischen Projekten sollen sich die Kinder dauerhaft mit Umweltthemen beschäftigen und ihre Schulhöfe zu grünen Oasen umbauen. Das Thema steht an türkischen Schulen nicht gerade auf der Prioritätenliste. Wie Hanke sagt, ändert sich das aber gerade. Die wachsende Mittelschicht in der Türkei interessiere sich immer mehr für Umweltthemen, hat er bei seinen Besuchen festgestellt. Ilyas Bublis hat er versprochen, bei seinen türkischen Amtskollegen für die Grün-Mission von GAIA zu werben und "konkrete Projekte voranzubringen".

Das Projekt "Grüne Schulen für das Leben" wurde soeben als offizielles Projekt der UN-Dekade "Biologische Vielfalt 2015" ausgezeichnet. GAIA möchte mit dem 2013 gestarteten Programm "Grüne Schulen für das Leben" deutsche und türkische Schulen zu "ökologischen Musterschulen" entwickeln, sagt Bublis. Nach der Baumpflanzung in der Gustav-Falke-Grundschule ist Ilyas Bublis sofort zur türkischen Partnerschule Namik-Kemal geflogen, um dort in Workshops den Kindern, Eltern und Lehrern zu zeigen, wie man Schulhöfe zu ökologischen und kindgerechten Oasen gestalten kann.


Dirk Jericho / DJ
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