Insolvenz bei Takata: Jobs in Berliner Crash-Test-Forschungszentrum sollen sicher sein

Das Takata-Forschungszentrum in der Hussitenstraße. (Foto: Takata)

Gesundbrunnen. Die 235 Ingenieure und Wissenschaftler in Berlins Forschungs- und Entwicklungszentrum in der Hussitenstraße 34 sind von der Insolvenz des japanischen Mutterkonzerns nicht betroffen.

„Für Europa sind keine Insolvenzen geplant. Die Verfahren in den USA und Japan haben keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf Takata in Europa“, heißt es in einer Presserklärung nach der Firmenpleite. Das gilt auch für das Berliner Testlabor, erklärt Takata-Sprecher Georg Lamerz.

Takata ist einer der weltweit größten Hersteller von Fahrzeug-Sicherheitssystemen. In Berlin entwickeln Ingenieure seit 2008 Airbags und Gurtsysteme. Im Forschungszentrum am Humboldthain werden unter anderem Crash-Tests durchgeführt. Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit in Berlins einzigem Takata-Werk ist die optimale Abstimmung von Insassenschutzsystemen untereinander, vor allem von Gurt zu Airbag, erklärt Lamerz.

Mit den Airbags hat es in jüngster Zeit massive Probleme gegeben. Wegen fehlerhafter Airbags mussten allein in den USA 100 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Bei Unfällen, bei denen die Takata-Airbags wegen eines Konstruktionsfehlers zu stark auslösten, sollen 17 Menschen gestorben sein. Um die Rückrufaktion zu bewältigen, haben der Mutterkonzern in Tokio und die US-Tochter Insolvenz angemeldet.

Das Firmenimperium des weltweit führenden Zulieferer von Insassenschutzsystemen wird vom amerikanischen Unternehmen Key Safety Systems (KSS) für 1,4 Milliarden Euro übernommen. Auch um den Verkauf zu implementieren, wurde die Takata Corporation (TKJP) in die Insolvenz geschickt.

Europa sei davon nicht betroffen, sagt Georg Lamerz. „Während die Kosten und Verbindlichkeiten in Bezug auf die Rückrufe hauptsächlich das Geschäft in Japan und den USA betreffen, erwirtschaften die übrigen Regionen unverändert gesunde Erträge“, so der Sprecher. Insbesondere Takata EMEA (Europe, Middle East und Africa) verfüge über eine solide finanzielle Basis. „Die Gesellschaften stehen auf einem starken Fundament mit guten und verlässlichen Kundenbeziehungen“, betont Lamerz. DJ
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