Neuer Schul-Campus in Gropiusstadt beschlossen

Gropiusstadt. Im Bezirk wird zum kommenden Schuljahr der neue Schulcampus Efeuweg aufgebaut. Die Bezirksverordneten machten mit ihrem Beschluss in der Januarversammlung den Weg dafür frei.

Für den neuen Schulcampus Efeuweg werden die Walt-Disney-Grundschule und die Liebig-Oberschule zu einer Gemeinschaftsschule zusammengelegt. Dort werden die Schüler von der Klasse 1 bis 10 unterrichtet. Die Schritte zum Abitur übernimmt dann die Lise-Meitner-Schule. Dieses Oberstufenzentrum hat sich vor allem auf die naturwissenschaftlichen Fächer spezialisiert. Damit bekommt der Bezirk die vierte Gemeinschaftsschule. "Ich freue mich vor allem darüber, dass die Bezirksverordneten über alle Parteigrenzen hinweg diesen Beschluss einstimmig gefasst haben", kommentierte Bildungsstadträtin Dr. Franziska Giffey (SPD). "Natürlich werden wir uns an den guten Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre im Rütli-Campus orientieren." Sie verwies auf die guten räumlichen Voraussetzungen in Gropiusstadt, die ähnlich sind wie im Reuterkiez. "Wir haben in der Gropiusstadt die Schulen, die Sportflächen, einen Kindergarten und eine Jugendeinrichtung", erläuterte die Stadträtin. Für sie liegt "eine Zusammenarbeit auf der Hand". Alle Einrichtungen sollen ab dem Schuljahr 2013/14 nach einem Bildungskonzept zusammenarbeiten. Dabei werden die naturwissenschaftlichen Fächer im Vordergrund stehen. Die Bildungseinrichtungen, die so nahe beieinander liegen, sollen auch inhaltlich zusammenarbeiten. "Wir möchten die Kinder von der Kita bis zum Abitur nach einem durchgängigen Konzept unterrichten", sagte Giffey.

So werden ab Sommer 2013 rund 845 Kinder gemeinsam lernen. Natürlich weiß die Stadträtin, dass sie die Erfahrungen aus der Entwicklung im Reuterkiez nicht automatisch übernehmen kann. Auch am neuen Campus wird das Engagement aller Beteiligten über einen Erfolg entscheiden. Giffey will vor allem jenen Eltern ein Angebot machen, die den Bezirk verlassen, weil in ihrer Grundschule der Anteil ausländischer Schüler zu hoch ist. "In jedem Jahr verlieren wir so über 300 Kinder als Schulanfänger", beklagte die Stadträtin. Diesen Kreislauf will sie durchbrechen.


Klaus Tessmann / KT
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