Erste Pläne für alte Ausflugslokale am Langen See

Michael Held will die historischen Gaststättengebäude erhalten. (Foto: Ralf Drescher)

Grünau. Anfang März gab es eine gute Nachricht aus dem Bezirksamt. Die beiden Gaststätten „Riviera“ und „Gesellschaftshaus“ waren verkauft worden. Der neue Eigentümer sicherte den Erhalt der denkmalgeschützten Bauten zu.

Jetzt hat sich dieser genauer zu seinen Plänen geäußert. „Wir haben die Auseinandersetzung zwischen dem früheren Eigentümer und dem Bezirk quasi aus der Ferne mitbekommen. Uns war ziemlich schnell klar, dass man die beiden Baudenkmale mit einer neuen Nutzung erhalten kann. Für uns sind Denkmale kein Störfaktor, sie geben einem Bauvorhaben ein Gesicht“, erklärt Michael Held, Geschäftsführer von Terragon. Das Unternehmen gibt es seit 1994, nach dem Bau des Müggelparks in Gosen hat es sich vor allem mit barrierefreien Wohnungen für Senioren einen Namen gemacht.

Bereits im Sommer 2016 hatte es wegen der beiden Immobilien Gespräche mit dem Bereich Stadtplanung des Bezirksamts gegeben. „Nachdem unsere Bauvoranfrage positiv beschieden war, haben wir das 12 500 Quadratmeter große Areal vom Vorbesitzer gekauft“, sagt Geschäftsführer Michael Held.

Der Plan sieht den Bau von Seniorenwohnungen mit zwei bis drei Zimmern vor, mit barrierefreier Ausstattung. Die Wohnungen werden im früheren „Gesellschaftshaus“ und in vier Neubauten, zwei davon neben den früheren Gaststätten und zwei weitere auf einem Teilgrundstück auf der anderen Straßenseite, untergebracht. Die Anzahl der Wohnungen steht noch nicht fest. Der Ballsaal des früheren Restaurant „Riviera“ wird denkmalgerecht saniert. „Der liegt direkt an der Straße und eignet sich gut für eine öffentliche Nutzung mit Veranstaltungen und Gastronomie“, sagt Michael Held.

Ein erster Zeitplan steht bereits fest. Bis zum Sommer will Terragon den Bauantrag einreichen. Baubeginn könnte dann bereits 2018 sein. „Wir bauen über zwei bis drei Jahre dann in mehreren Abschnitten“, erklärt der Terragon-Chef.

Bei den Grünauern will das Unternehmen offensiv für sein Projekt werben. Bei der Ortsteilkonferenz im Juni und beim Tag des offenen Denkmals ist Terragon auf jeden Fall dabei. RD
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