Gründer und Chef des Wassersportmuseums mit Festakt geehrt

Werner Philipp mit einem Entwurf für das Denkzeichen des Wassersports. (Foto: Ralf Drescher)

Grünau. Werner Philipp ist Begründer und ehrenamtlicher Chef des Wassersportmuseums. Jetzt wurde er 80 Jahre alt. Kein Grund aufzuhören, findet der am 2. November 1933 in Wilmersdorf Geborene.

Nach Kindheit und Jugend in Krieg und Nachkriegszeit folgte eine Ausbildung zum Zahntechniker. Bis 1959 hat Philipp für mehrere Köpenicker Zahnärzte gearbeitet. Weil dringend Lehrer für Mathe und Physik gebraucht wurden, setzte er sich noch einmal in den Hörsaal. Von 1968 bis 1988 war Werner Philipp an der Grünauer Schule tätig. Im Rahmen der außerschulischen Arbeit legte er dort eine Sammlung zum Wassersport an. Aus dieser Sammlung wurde 1990 das Grünauer Wassersportmuseum. Zuerst residierte die Sammlung in einer Remise hinter dem Bürgerhaus Grünau, seit 2002 unter der Tribüne der Olympiaregattastrecke von 1936 und im historischen Kassenhaus.Seit 2010 gehört das Wassersportmuseum zur Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Werner Philipp führt es ehrenamtlich und geleitet jedes Jahr mehrere hundert Gäste durch die Ausstellung. Seit dem Ende der DDR bemüht er sich um eine Erinnerung an das 1973 aus politischen Gründen abgerissene Sportdenkmal an der 1000-Meter-Markte der Regattastrecke. Um doch noch ein neues Denkmal zu errichten, hat er 2012 die Initiative "Denkzeichen des Berliner Wassersports" mitbegründet.

Der Ortsverein Grünau und der Heimatverein Köpenick ehren Werner Philipp am 14. November um 10.30 Uhr mit einem Empfang und einem Festvortrag. Besucher sind dazu herzlich im Ratssaal des Köpenicker Rathauses, Alt-Köpenick 21, willkommen.

Blumen und Geschenke sollten nicht mitgebracht werden. "Stattdessen wünscht sich Werner Philipp eine Spende für das Denkzeichen des Berliner Wassersport", so Stefan Förster vom Heimatverein Köpenick.


Ralf Drescher / RD
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