Neue Brücke im Grünauer Forst

Grünau. Rund zehn Jahre war die Bahnstrecke durch den Grünauer Forst eine unüberwindbare Hürde für Radler, Jogger und Spaziergänger. Nun wurde eine neue Fußgängerbrücke übergeben.

Seit Ende November können Fußgänger und Radler die Bahnstrecke, die zur Ostanbindung des Flughafen BER gehört, wieder passieren. Im Auftrag der DB Netz AG war die Brücke errichtet worden.

Ein Bahnübergang mit Halbschranken an gleicher Stelle war 2004 geschlossen worden, weil er nicht in das Konzept der Modernisierung der Signal- und Sicherungsanlagen in diesem Bereich passte. Aus Kostengründen lehnte die Deutsche Bahn den Bau einer Überführung damals ab. Der Bezirk hatte die Verbindung mehrfach eingefordert. Im Planfeststellungsbeschluss vom Februar 2010 für die BER-Schienenanbindung hatte die Bahn noch gegen den ihr auferlegten Bau der Brücke geklagt. Erst als die Klage vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg abgewiesen und die Bahn zum Bau der Schienenüberquerung verpflichtet worden war, begann die Planung. Im Juli 2012 hatte das Eisenbahnbundesamt den Brückenbau genehmigt.

In den zehn Jahren ohne offizielle Querungsmöglichkeit mussten Radler und Fußgänger zwischen Eichwalde, Bohnsdorf und dem Langen See bei Grünau weite Umwege in Kauf nehmen. Einige Pendler nutzten auch den illegalen und gefährlichen Weg über die Schienen. Für viele Bohnsdorfer stellt die neue Gleisüberquerung den kürzesten Weg zu den Spazierpfaden am Langen See und zur Badestelle "Bammelecke" her.


Ralf Drescher / RD
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