"Sie war eine starke Frau": Gedenktafel erinnert an Brigitte Mira

Schauspielerin Brigitte Grothum erinnert sich an gemeinsame Zeiten mit Brigitte Mira. (Foto: Daniel Mosler)

Grunewald. Eine Gedenktafel an Brigitte Miras ehemaligem Wohnort in der Koenigsallee 83 erinnert nun an die2005 verstorbene Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin.

Tim Renner, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten, Schauspielerin Brigitte Grothum und der Schriftsteller Horst Pillau enthüllten gemeinsam die Gedenktafel. "Sie war eine sehr starke Frau, die mit Liebe erfüllt war und sich um ihre Mitmenschen sorgte", sagte Brigitte Grothum. Horst Pillau lobte Brigitte Mira für ihren Lebenswillen und Mut: "Sie war, trotz ihrer teils so bitteren Vergangenheit, niemals verbittert. Nie dachte sie an die Vergangenheit, immer an die Zukunft."

Die im Jahr 1910 in Hamburg geborene Brigitte Mira galt nach nationalsozialistischer Anschauung als "Halbjüdin" und konnte ab 1933 nur mit gefälschten Papier weiter als Schauspielerin wirken. Ihr Debüt als Operetten-Soubrette feierte sie im Jahr 1933. Ihren internationalen Durchbruch schaffte sie 1974 in "Angst isst Seele auf" von Rainer Werner Fassbinder. Sie begeisterte bis ins hohe Alter nicht nur in heiteren Rollen, sondern brillierte auch in ernsten Stücken. DM
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