Berliner Sport Club bringt Bürgerantrag ins Rollen

Das Quorum haben Hans-Joachim-Fenske (l.) und sein BSC locker überboten. BVV-Vorsteherin Judith Stückler (r.) nimmt die Listen entgegen. (Foto: Schubert)

Grunewald. Es bröckelt und gammelt. Für eine Unterschriftenliste, die eine schnellstmögliche Sanierung der Anlage an der Hubertusallee einfordert, fand der BSC prompt 2500 Unterzeichner. Damit ist nun die Politik am Zug. Immerhin liegen die Pläne zur Instandsetzung seit 2009 in einer Schublade.

Fünf Jahre ist das Versprechen des Bezirksamts jetzt alt - ob es überhaupt noch gilt? Die Antwort wollte Hans-Joachim Fenske nicht abwarten, sondern entschied sich zum Handeln. So ließ der Präsident des Berliner Sport Clubs Unterschriftenlisten auslegen. 1000 Signaturen hätten für einen Bürgerantrag gereicht. Aber am Ende waren es sogar 2500 - nur von Bürgern des Bezirks. "Obwohl unser Einzugsgebiet viel größer ist", freut sich Fenske über den Erfolg.

Der Bürgerantrag sieht vor, dass Bezirksamt zu ersuchen, die gegenüber des BSC im Jahr 2009 erfolgte Zusage einzulösen und den Hubertussportplatz zu sanieren. In diesen Tagen, wenn Bezirksverordnetenvorsteherin Judith Stückler die Listen an Stadträtin Dagmar König überbringt, muss noch die Richtigkeit geprüft werden, was maximal zwei Monate dauern wird. Dann geht der Antrag in die Gremien der BVV, wo wahrscheinlich eine Vertrauensperson des Clubs vorsprechen darf. Schließlich wird im Sport- und Haushaltsausschuss beraten.

2,5 Millionen Euro - so viel dürfte die Herrichtung der Anlage laut Fenske kosten. Je länger man warte, desto teurer das Unterfangen. "Man hat beim Bau den größten denkbaren Fehler gemacht und die Kunstrasenanlage direkt neben Linden zu setzen", erklärt der Präsident das ständige Dilemma. Wenn die Samen und Blätter fallen, ist das Bespielen kaum noch möglich. Die Reinigungen fallen teuer aus und können nicht ständig geschehen.

Also gilt es beim Umbau mit einer klügeren Anordnung der Anlagen auch Budget und Nerven für die Zukunft zu schonen. Leidtragende der maroden Trainingsstätten sind vor allem Kinder. Denn von den rund 3250 Mitgliedern des BSC sind 2000 Heranwachsende. Schon deshalb und weil das bürgerschaftliche Engagement im Verein gewürdigt werden soll, verspricht Judith Stückler eine zügige Bearbeitung: "Ehrenamt ist für uns ein großer Schatz." Wenn der Bürgerantrag Erfolg hat, könnten die Baumaßnahmen wohl im Februar 2015 starten. Sobald der Boden nicht mehr hart ist, hofft Präsident Fenske, wird gebaut.


Thomas Schubert / tsc
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